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Vettels Vorfreude auf seine Zicke

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05.03.2012

Formel 1 Vettels Vorfreude auf seine Zicke

Formel-1-Weltmeister : „Es ist ein bisschen enger zusammen“.

Barcelona – Als das Red-Bull-Team in Barcelona mit den Abbauarbeiten begann, war Sebastian Vettel mit den Gedanken schon in Australien. Der Formel-1-Weltmeister gab sich locker, gut gelaunt und gewohnt optimistisch. Auch wenn die letzten Testfahrten für den 24-Jährigen ernüchternd endeten. Doch Vettel kann den Startschuss zur Jagd auf den dritten WM-Titel in Folge am 18. März kaum erwarten. „Melbourne ist der richtige Ort für den Auftakt. Ich freu mich dann, da mit der Zicke an den Start zu gehen“, sagte Vettel. Die „Zicke“ ist der noch namenlose Red Bull, der für das finale Wochenende ein komplettes Facelifting erhielt, sich zum Abschluss der Tests aber als launische Diva erwies.

Vettel ließ sich von Getriebeproblemen und einem Ausflug ins Kiesbett nicht aus der Ruhe bringen. Er schrieb Autogramme, posierte mit den zahlreichen Fans an der Strecke und plauderte über seine persönliche Bilanz. Gute Miene zum bösen Spiel? „Alles in allem können wir zufrieden sein. Auch mit den neuen Teilen sind wir bis jetzt zufrieden“, sagte Vettel und sprach dann das aus, was alle dachten: „Der Rest wird sich in Australien zeigen, wenn alle die Hosen runter lassen.“ Dann hat das Versteckspiel rund um das Wettrüsten der Topteams, das die Wintertests dominierte, ein Ende.

Vor allem Red Bull versuchte, die Neuerungen, die Chefdesigner Adrian Newey noch einmal ausgepackt hatte, mit Trennwänden, Tüchern und Decken so gut es ging zu verschleiern. Aber auch die anderen Teams ließen sich kaum in die Karten blicken. McLaren nutzte den Wirbel um Vettel und Co., um selbst still und heimlich ein neues Update zu testen. Zum Stand der Dinge gab es zumeist allgemeine Aussagen, vage Vermutungen oder vorsichtige Prognosen. „Wir wissen, wo wir stehen. Aber das kommt auch drauf an, wo die anderen stehen“, sagte Vettel und sagte damit doch wieder nichts. Aber er wagte dann doch eine kleine Analyse. Der 24-Jährige schätze McLaren sehr stark ein, und Mercedes stärker als in den Jahren zuvor. Lotus sei ein Geheimtipp und Force India mit dem deutschen Piloten Nico Hülkenberg eine Überraschung. „Es ist ein bisschen enger zusammen“, sagte Vettel.

So sah es auch Rekordweltmeister Michael Schumacher, der mit der Performance seines neuen Silberpfeils mehr als zufrieden war. Schließlich gehörte Mercedes mit Schumacher und Teamkollege Nico Rosberg trotz oder gerade wegen der längeren Entwicklungszeit zu den Kilometer-Weltmeistern. „Wir sind auf jeden Fall deutlich besser vorbereitet. In der Vergangenheit mussten wir mehr Probleme bekämpfen. Jetzt können wir uns darauf konzentrieren, das Auto zu verbessern anstatt nur Probleme zu beheben“, sagte Schumacher, der von einem Überraschungscoup aber nichts wissen wollte. „Ich glaube nicht, dass wir um den ersten Platz mitfahren können. Red Bull ist stark, die sind vorne mit dabei. Danach wird es ein enges Feld“, sagte der 43-Jährige.

Probleme gibt es seit dem Auftakt der Testfahrten in Jerez bei Ferrari. Das Team scheint den neuen Renner noch nicht zu verstehen, modifizierte, reparierte und analysierte den F2012 fast permanent. Derzeit offenbar noch ohne Erfolg. Der italienische Traditionsrennstall verpasste seinen beiden Fahrern Fernando Alonso und Felipe Massa zum Testabschluss in Barcelona schließlich einen Maulkorb. Kein Statement ist auch ein Statement.

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