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Vertreter der geplanten Schulen tauschen sich aus

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01.02.2012

Gemeinschaftsschulen Vertreter der geplanten Schulen tauschen sich aus

Kultusministerin will Planungen mit Schulen abstimmen.

Stuttgart – Die Einführung der Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg kommt weiter voran. Am Mittwoch trafen sich in Stuttgart 166 Vertreter der 34 geplanten Gemeinschaftsschulen, die ab dem kommenden Schuljahr mit dem neuen pädagogischen Konzept an den Start gehen.

Laut Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) ist das Ziel des Treffens, dass sich Vertreter der Schulen, Kommunen und Schulämter über ihre Erfahrungen austauschen. Diese 34 Schulen seien eigentlich keine “Starterschulen”, sondern Pioniere, die schon lange im Bereich der modernen Pädagogik unterwegs seien.

Das Kultusministerium will auf der Veranstaltung seine Planungen mit den Vorstellungen der Schulen abgleichen. Auch solle die Kompetenz in den Starterschulen etwa bei der Umsetzung der künftigen Bildungspläne genutzt werden.

Zudem wolle man erfahren, was die Schulen über das Unterstützungsangebot hinaus bräuchten, sagte der Leiter der Ministeriumsstabsstelle für Gemeinschaftsschulen, Norbert Zeller. Neben zusätzlichen Lehrerwochenstunden würden die Gemeinschaftsschulen unterstützt mit Fortbildungen für Schulleiter und Lehrer, die als Multiplikatoren dienen sollten. Zudem könnten sich die Schulen bei Bedarf von einem Fachberater und einem “Unterrichtsentwickler” begleiten lassen.

Bei der ersten Runde der Gemeinschaftsschule gibt es nach Angaben der Kultusministerin noch keine Probleme, genügend Lehrer zu gewinnen. An den 34 Starterschulen gebe es genug Lehrer, die sich mit dem Konzept bereits befasst hätten. Ein Thema werde dies erst für die nächsten Schulen, die im Schuljahr 2013/2014 an den Start gehen sollten. “Es ist eine Nuss, die wir knacken müssen, um das Interesse der Gymnasiallehrer wecken”, sagte Warminksi-Leitheußer.

Sie sei aber zuversichtlich, Lehrer, die frisch aus der Ausbildung kämen, für neue Programme zu gewinnen. Das Ministerium werde die Entwicklung genau beobachten und gegebenenfalls über ein Anreizsystem nachdenken, sagte die Ministerin.

Stabstellenleiter Zeller kündigte an, das Kultusministerium wolle den Bildungsplan für alle Schularten weiterentwickeln, damit künftig ein Wechsel von Gemeinschaftsschulen auf andere Schulen nicht behindert werde.

Der Bürgermeister von Kühlsheim, wo im kommenden Schuljahr eine neue Gemeinschaftsschule Unterricht anbietet, erwartet nun ein verstärktes Ringen der Kommunen um Schulstandorte. “Der Wettbewerb zwischen den Schulen wird zunehmen”, sagte der CDU-Politker Thomas Schreglmann. Schulstandorte würden wegfallen.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) gab zu bedenken, in der Öffentlichkeit herrsche der Eindruck vor, dass die Gemeinschaftsschule eher als “rettender Strohhalm” für sterbende Hauptschulen und damit als Standortsicherung für Kommunen mit zurückgehenden Schülerzahlen angesehen wird. Von Beginn an müsse aber die Qualität der Schulart zu überzeugen. Dazu gehöre, dass alle Schulen von Beginn an auch eine gymnasiale Bildung einplanten.

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