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Ursula von der Leyen

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13.10.2017

Vertrauenskrise Bartels sieht weiterhin Riss zwischen Truppe und von der Leyen

„Das geht tief.“

Berlin – Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels hält die Vertrauenskrise zwischen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Teilen der Bundeswehr noch nicht für überwunden.

Wenn von der Leyen sage, dass sie in ihrem Amt gern weitermachen würde, „signalisiert das vielleicht, dass sie doch Vertrauen in die Bundeswehr hat – in einer Situation, in der noch viele Soldatinnen und Soldaten glauben, dass die Ministerin ihnen eben nicht traut“, sagte Bartels der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). „Das geht tief.“

Von der Leyen bemühe sich zwar, „mit vielen Begegnungen wieder ein Vertrauensverhältnis herzustellen“ – doch das Problem gehe „inzwischen über die politische Ebene hinaus“, so Bartels. „Ich höre aus der Bundeswehr auch Kritik an der militärischen Führung, weil sie der Ministerin nicht deutlich widersprochen habe.“

Von der Leyen hatte im April gesagt, die Bundeswehr habe ein „Haltungsproblem“ und „offensichtlich eine Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen“. Zuvor war bekannt geworden, dass der rechtsextremistische Offizier Franco A. eine Masterarbeit mit völkischem Gedankengut abgeliefert hatte, ohne dass dies Konsequenzen für seine Karriere gehabt hätte. Zudem hatte es bereits Anfang des Jahres Aufregung um Aufnahmerituale und vermeintlich entwürdigende Ausbildungspraktiken gegeben.

Hier sei manches überzogen dargestellt worden, sagte Bartels. „Wir haben in diesem Jahr teilweise über ein Zerrbild der Bundeswehr geredet.“ Natürlich müsse man handeln, wo Fehlentwicklungen zu korrigieren seien. „Aber mit dem richtigen Maß.“ Von der Leyens Aussagen hatten großen Unmut in der Truppe ausgelöst. Die Ministerin hatte daraufhin mehrfach ihr Bedauern über ihre Formulierung ausgedrückt und das Gespräch mit Soldaten gesucht.

Auf die Frage, ob das Verhältnis zwischen Ministerin und Truppe noch einmal zu kitten sei, sagte der Wehrbeauftragte: „Das käme auf den Versuch an.“

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