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15.12.2009

Verteidigungsministerium plante mehr Soldaten und schwere Waffen in Afghanistan

Berlin – Im Zuge der Diskussion um ein härteres Vorgehen der Bundeswehr in Afghanistan wurden im Bundesverteidigungsministerium Mitte dieses Jahres offenbar auch konkrete Planungen durchgeführt. Demnach war der Führungsstab der Streitkräfte mit der Erarbeitung von Vorschlägen beauftragt worden, mit welchen personellen und materiellen Mitteln eine solche Strategieanpassung durchgeführt werden könnte, berichtet die ARD. Die Planer schlugen vor, die Mandatsobergrenze für den ISAF-Einsatz der Bundeswehr auf bis zu 6700 Soldaten zu erhöhen.

Außerdem plante der Führungsstab, die Panzerhaubitze 2000 an den Hindukusch zu entsenden. Die Überlegungen im Ministerium beinhalteten nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios auch, die Ausstattung der deutschen Soldaten in Afghanistan mit dem schweren Kampfpanzer Leopard II. Aus logistischen Gründen sei von diesem Vorschlag aber wieder Abstand genommen worden. Die Vorschläge des Führungsstabes hätten allerdings keinen Eingang in die Gestaltung des Afghanistan-Mandates gefunden.

Lediglich die Planungen zur Verdopplung der Anzahl von Marder-Schützenpanzern von derzeit fünf auf zehn sollen Anfang kommenden Jahres in die Tat umgesetzt werden. Das hatte Verteidigungsminister zu Guttenberg bereits bei seiner Afghanistan-Reise kurz nach Amtsantritt angekündigt. Mit den zusätzlichen Panzern und den darin transportierten Soldaten wird nach ARD-Informationen allerdings die aktuelle Mandatsobergrenze von 4500 Soldaten überschritten.

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