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De Maizière fühlt sich „nicht missverstanden

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25.02.2013

"Wunsch nach Wertschätzung" De Maizière fühlt sich „nicht missverstanden“

„Keine Heldenverehrung wie in Amerika.“

Berlin – Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) bleibt bei seiner umstrittenen Äußerung zur öffentlichen Anerkennung der Leistungen von Soldaten der Bundeswehr. „Der Minister fühlt sich nicht missverstanden“, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag auf MDR Info. Einige Politiker und Ex-Militärs hatten zuvor die Äußerung des CDU-Politikers als ungerecht gegenüber den Soldaten bezeichnet.

De Maizière hatte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ von einem „verständlichen, aber oft übertriebenen Wunsch nach Wertschätzung“ gesprochen und hinzugefügt: „Ich sage den Soldaten: Hört einfach auf, dauernd nach Anerkennung zu gieren. Die Wertschätzung anderer bekommt man nicht dadurch, dass man danach fragt, sondern dass man gute Arbeit leistet. Wenn unter Eheleuten ein Partner den anderen fünfmal am Tag fragt, ob er ihn noch liebt, erhöht das nicht die Liebe.“

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sagte auf MDR Info, er könne keine Gier nach Anerkennung sehen. Richtig sei, dass sich die Soldaten Anerkennung in der Gesellschaft wünschten. Zugleich wisse aber auch größte Teil der Truppe, dass es in Deutschland „keine Heldenverehrung wie in Amerika“ geben werde. Deshalb gebe es keinen Grund, daraus eine aufgeregte Debatte zu machen. Der frühere Bundeswehr-Generalinspekteur Hartmut Bagger fügte hinzu, der Begriff „gieren“ sei einfach fehl am Platze gewesen.

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