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07.02.2011

Versicherungsexperte Rainer Hess kritisiert CDU-Vorschlag

Berlin – Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten und Krankenkassen, Rainer Hess, hat den CDU-Vorschlag kritisiert, in Krankenhäusern nur noch Zweibettzimmer einzurichten. „Es ist natürlich schöner, wenn nur ein weiteres Bett im Zimmer steht. Aber im Vordergrund sollte die Qualität der Behandlung stehen und nicht der Komfort der Unterbringung“, sagte Hess der Tageszeitung „Die Welt“.

Er wolle sich nicht strikt gegen den Vorschlag des CDU-Gesundheitspolitikers Jens Spahn aussprechen. „Aber ich bin auch nicht der Ansicht, dass ein Zweibettzimmer unbedingt das aktuelle Gesundheitsziel Nummer eins ist“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses, der darüber entscheidet, welche Leistungen die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen. Kassenpatienten bräuchten kein Zweibettzimmer, um gesund zu werden.

Am Montag beraten die Gesundheitspolitiker der Unionsbundestagsfraktion darüber, ob und wie sie die Forderung nach Zweibettzimmern für Kassenpatienten umsetzen wollen. Die CSU hatte bereits angekündigt, sich gegen den Vorschlag der Schwesterpartei zu stellen. Auch der Koalitionspartner FDP hat Widerstand signalisiert.

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