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05.04.2010

Verkaufsstart des iPad sorgt in den USA für Begeisterung

San Francisco – Unter dem Jubel eingefleischter Fans des US-Computerherstellers Apple hat am Osterwochenende in den USA der Verkauf des Tablet-Computers iPad begonnen. Stundenlang campierten Käufer vor der New Yorker Apple-Filiale, um das lang erwartete Gerät in den Händen zu halten, das nach Unternehmensangaben eine neue Klasse zwischen Computer und Handy begründen soll. Das erste iPad sicherte sich ein Journalist aus Bayern.

Hunderte Kunden harrten am Samstag teilweise einen ganzen Tag lang vor dem Apple-Laden an der Fifth Avenue aus. Einige hatten sich bereits am Vortag mit Klappstühlen, Proviant und Camping-Utensilien ausgerüstet vor der Filiale eingefunden. Zunächst wurden diejenigen vorgelassen, die das iPad im Internet vorbestellt hatten. Obwohl die Kunden das iPad bislang nur von Fotos kennen, lagen Schätzungen zufolge mehr als 100.000 Vorbestellungen vor. Branchenkenner erwarteten, dass Apple über Ostern bis zu 400.000 Tablet-PCs verkaufen würde.

Der aus München stammende Journalist Richard Gutjahr verließ als erster die New Yorker Apple-Filiale mit einem iPad – und verkündete seinen Kauf umgehend stolz über das Online-Netzwerk Twitter. In deutschen Regalen soll das iPad erst Ende April stehen. Allerdings konnten Käufer aus Deutschland das Objekt der Begierde direkt bei Apple in den USA ordern – Apple begann am Samstag mit der weltweiten Auslieferung.

Apple hoffte, mit seinem neuen Gerät an den Erfolg seiner Neuentwicklungen iPhone und iPod anknüpfen zu können. Das iPad sieht aus wie das Multimediahandy iPhone, ist aber fast so groß wie ein Din-A4-Blatt. Bedient wird es über einen Touchscreen, der Bildschirm ist also berührungsempfindlich.

Gedacht ist das Gerät vor allem zur mobilen Unterhaltung: Die Besitzer können darauf Musik hören, Filme ansehen, spielen und Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften lesen. Das kleinste iPad – mit 16 Gigabyte Speicher und ohne Mobilfunkanschluss – kostet in den USA zunächst 499 Dollar (knapp 370 Euro), die teuerste Version mit 64 Gigabyte Speicher und UMTS kostet 829 Dollar.

Aus allen Teilen der Welt reisten Apple-Fans in die USA, um sich den Verkaufsstart nicht entgehen zu lassen. Die 38-jährige Adi Thomas kam aus Australien nach New York. „Es ist wunderschön“, sagte sie. „Ich möchte einfach eins mit nach Hause nehmen und damit spielen.“ Der IT-Berater Hans Schoenmakers erklärte sich zum ersten niederländischen iPad-Besitzer: „Ich werde mich auf die Couch legen und damit E-Mails schreiben“, sagt der 49-Jährige.

Die Zugkraft des Herstellers Apple ist für Branchenkenner ein Phänomen. „Die Kundenzahlen werden beeindruckend sein“, prophezeite der US-Experte Michael Gartenberg vom Analysten Altimeter Group im kalifornischen San Mateo. Er glaubt, dass Apple nach seinen Computern, dem Telefon iPhone und dem Musikspieler iPod mit dem iPad „einen weiteren großen Hit“ landen wird.

Auf dem iPad laufen die meisten der 150.000 für das iPhone entwickelten Software-Anwendungen, die sogenannten Apps. Auf Apples Online-Verkaufsplattform iTunes waren außerdem spezielle Programme für das iPad erhältlich. So entwickelte der US-Medienkonzern Walt Disney eine App, mit der Sendungen des TV-Kanals ABC auf dem Tablet-PC angeschaut werden können. Apple-Chef Steve Jobs präsentierte eigens für das iPad eine digitale Bücherei namens iBooks. Auch Zeitungen sollen so abgerufen werden.

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