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Verkauf asiatischer Beteiligungen gescheitert

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15.02.2012

Yahoo Verkauf asiatischer Beteiligungen gescheitert

Großaktionär strebt Neubesetzung von Aufsichtsratsposten an.

San Francisco – Die Verhandlungen des angeschlagenen Internetkonzerns Yahoo über einen geplanten Verkauf asiatischer Aktienbestände sind offenbar geplatzt. Grund seien Unstimmigkeiten über den Verkaufspreis und die beste Abwicklungsstrategie gewesen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag. Zuvor hatte der Blog “All Things D”, der der Wirtschaftszeitung “The Wall Street Journal” nahesteht, über ein Scheitern der Gespräche berichtet.

Der angeschlagene Konzern will den größten Teil seiner asiatischen Beteiligungen abstoßen. Yahoo hält etwa 40 Prozent am chinesischen Internetkonzern Alibaba und 35 Prozent an Yahoo Japan. Ein Verkauf hätte Milliarden einbringen können. Anleger reagierten enttäuscht: Yahoo-Aktien verloren 76 Cent oder 4,7 Prozent und schlossen bei 15,36 Dollar.

Einer der größten Yahoo-Aktionäre, der New Yorker Hedgefonds-Manager Daniel Loeb, kündigte kurz nach Börsenschluss an, bei der für den Sommer erwarteten Jahreshauptversammlung die Neubesetzung von vier Sitzen im Aufsichtsrat anzustreben. Er werde drei Kandidaten nominieren, den vierten Posten wolle er selbst einnehmen. Das Unternehmen brauche mehr Direktoren mit Medienerfahrung, insbesondere im Bereich Video, und mit Kenntnissen, wie eine Trendwende zu schaffen sei, erklärte Loeb in einer Eingabe bei der Börsenaufsicht.

Seit Jahresbeginn führt der frühere Präsident des eBay-Bezahldienstes PayPal, Scott Thompson, Yahoo. Er gab bereits das Ausscheiden von fünf Aufsichtsratsmitgliedern bekannt, darunter des Vorsitzenden Roy Bostock und des Firmenmitgründers Jerry Yang. Thompson ist der vierte CEO in weniger als fünf Jahren, der das Ruder bei Yahoo herumreißen soll. Die einst begehrten Yahoo-Aktien haben seit mehr als drei Jahren die 20-Dollar-Marke nicht mehr überschritten. Seit Jahren verliert Yahoo bei der Onlinewerbung Marktanteile an seine Konkurrenten Google und Facebook.

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