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30.06.2011

Verfassungsschutz warnt vor neuer Neonazi-Mode

Berlin – Modewandel in der rechten Szene: Neonazis legen neuerdings Wert auf schicke Designer-Klamotten, warnt der Verfassungsschutz laut „Bild.de“ in seinem neuen Jahresbericht. Glatze, Springerstiefel, Sweatshirts mit doppeldeutigen Buchstaben wie z.B. die britische Marke Lonsdale – der „klassische“ Skinhead-Stil gilt in rechtsextremen Kreisen als „veraltet“. Die Einheitskluft werde meist nur noch bei „szene-internen Veranstaltungen“ getragen (z.B. NS-Black-Metal), zitiert „Bild.de“ vorab aus dem neuen Verfassungsschutzbericht.

Laut Verfassungsschutz bevorzugen Neonazis in der Öffentlichkeit jetzt „Kleidungsstücke oder Marken, die sich an allgemeinen Trends der Jugendmode orientieren und durch entsprechende Schriftzüge oder Symbole die Zugehörigkeit zur Szene weniger offensichtlich signalisieren. Viele Rechtsextreme würden auf ein einschlägiges Erscheinungsbild verzichten, „weil es ein eindeutiges Erkennungsmerkmal für den politischen Gegner bietet und oftmals gesellschaftliche Stigmatisierung nach sich zieht.“

Trotz ihres neuen Modebewusstseins werden die Rechtsextremen zunehmend brutaler. Nach Verfassungsschutz-Erkenntnissen zählt die gewaltbereite rechte Szene rund 9.500 Personen. Diese zeichneten sich durch „hohe Gewaltbereitschaft“ aus. Viele Rechte hätten Zugang zu Waffen und Sprengstoff – Anschläge von „Einzelaktivisten“ seien nicht auszuschließen, so „Bild.de“.

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