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Deutsche Post

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22.06.2015

Verdi Verhalten der Post „beispiellos“

„Dem können Politik und Aufsichtsbehörden nicht tatenlos zusehen.“

Berlin – Die Gewerkschaft Verdi hat das Verhalten der Deutschen Post im aktuellen Tarifkonflikt als „beispiellos“ kritisiert.

„Mit der betriebsintern angeordneten Sonntagszustellung und dem flächendeckenden Einsatz von Werkverträgen unterläuft der Vorstand der Deutschen Post AG das grundgesetzlich garantierte Streikrecht und treibt einen Keil in die Belegschaft“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. „Dem können Politik und Aufsichtsbehörden nicht tatenlos zusehen.“

Die Beschäftigten erwarteten, dass sich ihr Arbeitgeber auf sie zubewege. „Wir brauchen einen tragfähigen Kompromiss, der alle Aspekte umfasst und in der Lage ist, den schweren Konflikt zu befrieden.“

Mittlerweile beteiligen sich der Gewerkschaft zufolge rund 30.000 Tarifkräfte aus der Zustellung und den Brief- und Paketzentren an dem Streik, der bereits in die dritte Woche geht. Nach Angaben der Post kommen trotz des Ausstands rund vier Fünftel der Briefe und Pakete pünktlich beim Empfänger an.

Verdi fordert im laufenden Tarifkonflikt neben einer Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich 5,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigen bei der Post.

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