newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Verdi Berlin
© Lienhard Schulz / CC BY-SA 3.0

Verdi Regierung soll Altenpflegeausbildung fördern

Regierung solle endlich Taten folgen zu lassen.

Berlin – Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Regierung aufgefordert, den Appellen von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach besseren Beschäftigungsperspektiven im Bereich der Altenpflege endlich auch Taten folgen zu lassen. „Wer sonntags fordert, dass mehr Pflegekräfte aus dem eigenen Land kommen sollten, darf nicht werktags die Mittel für die Ausbildung streichen“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke.

Bundeskanzlerin Merkel hatte am Wochenende angesichts von mehr als 2,2 Millionen Hartz-IV-Empfängern mit Problemen bei der Jobsuche betont, sie sehe nicht ein, dass Pflegekräfte künftig nur noch aus Osteuropa kommen sollten. Daran könne man etwas ändern, hatte die Bundeskanzlerin bekräftigt. „Die dreijährige Förderung der Umschulung von Arbeitslosen zu Alten- und Krankenpflegerinnen und -pflegern muss fortgesetzt werden“, sagte Paschke.

Falls die Äußerungen von Bundeskanzlerin Merkel ernst gemeint seien, beabsichtige die schwarz-gelbe Koalition offenbar einen Fehler zu korrigieren, den sie erst Anfang Juli gegen die Empfehlungen der Gewerkschaften, der Berufs- und Sozialverbände, der Oppositionsparteien sowie des Bundesrates begangen habe.

Vor zwei Monaten beschloss die Regierung, die Förderung der Umschulung durch die Bundesagentur für Arbeit zum 31. Dezember 2010 auslaufen zu lassen. Dabei waren diese Maßnahmen außerordentlich erfolgreich: Allein im vergangenen Jahr hatten 14.200 Menschen mit Erfolg eine von der Arbeitsagentur geförderte Ausbildung zur Altenpflegerin absolviert, über die Hälfte davon aus „Hartz IV“. Die guten Chancen, anschließend eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden, hatten insbesondere bei Langzeitarbeitslosen zu einer hohen Abschlussquote geführt.

In der Pflegebranche geht man in den nächsten Jahren von einem deutlich steigenden Fachkräftebedarf aus. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird bis 2030 etwa um ein Drittel auf 3,3 Millionen zunehmen. Heute sind in der Altenpflege etwa 800.000 Menschen beschäftigt.

06.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

SPD Bas plädiert für Strategiewechsel der Impfkampagne

Bärbel Bas, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, plädiert für einen Strategiewechsel in der Impfkampagne. Im ARD-Mittagsmagazin sagte sie am Dienstag: "Es braucht eine andere Kampagne, es braucht aufsuchende Angebote". In ihrer Stadt, in Duisburg, fahre ...

Trendbarometer Union sinkt auf 23% – SPD steigt auf 19%

Starke Bewegungen zeigt das RTL/ntv-Trendbarometer in dieser Woche bei den Parteiwerten: Gegenüber der Vorwoche fällt die Union um drei Prozentpunkte auf 23 Prozent. Die SPD gewinnt drei Prozentpunkte und erreicht mit 19 Prozent den besten Wert seit April 2018. Die ...

Scholz Corona-Tests „ab Herbst“ kostenpflichtig

Coronavirus Schäuble drängt Stiko zu Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

Ernst Impfen um Schulen offen zu lassen

Schäuble Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Kanzlerpräferenz Laschet verliert 6 Prozentpunkte

Trendbarometer CDU/CSU fällt auf 26 Prozent – Grüne wieder über 20 Prozent

Zentralrat Nur Abgrenzung von AfD ermöglicht jüdisches Leben

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

Kühnert Ampel-Koalition möglich

Nach Flut-Katastrophe Grüne fordern Reform der Schuldenbremse

Bundeswehr Middelberg und Mazyek fordern muslimische Seelsorger

Unwetter-Katastrophen NRW-Innenminister Reul fordert Sirenen-Pflicht

Flutkatastrophe Union warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »