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Ver.di will Warnstreiks intensivieren

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13.03.2012

Öffentlicher Dienst Ver.di will Warnstreiks intensivieren

Tarifverhandlungen ohne Annäherung auf Ende März vertagt.

Potsdam – Die Tarifverhandlungen für die zwei Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen sind ohne Annäherung auf Ende März vertagt worden. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske kündigte am Dienstag in Potsdam nach der zweiten Verhandlungsrunde weitere Arbeitsniederlegungen an. „Sie können davon ausgehen, dass alle Bundesländer von den Warnstreiks erfasst werden, und sie können auch davon ausgehen, dass die Intensität der Warnstreiks verstärkt wird“, sagte Bsirske.

Dagegen riefen die Arbeitgeber die Gewerkschaften zur Kompromissbereitschaft auf. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich bezeichnete das Verhalten der Gewerkschaften als unverständlich und überzogen. „Ich fordere die Gewerkschaften auf, die unverhältnismäßigen Warnstreiks zu unterlassen“, sagte der CSU-Politiker. Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, sagte, nach dem ersten Lohnangebot der Arbeitgeberseite sei es Zeit „für Kompromissbereitschaft am Verhandlungstisch“.

Die Tarifverhandlungen werden am 28. und 29. März in Potsdam fortgesetzt. Die Arbeitgeber hatten am Montag eine Entgelterhöhung in zwei Stufen um insgesamt 3,3 Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren sowie eine Einmalzahlung von 200 Euro angeboten. Die Gewerkschaft wies das Angebot als vollkommen inakzeptabel zurück, weil es nicht einmal die Preissteigerung ausgleiche. In der vergangenen Woche waren rund 130.000 öffentlich Bedienstete in den Ausstand getreten.

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