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08.04.2010

Kirgistan: USA fordern Wahrung der Menschenrechte

Washington/Bischkek – Nach der blutigen Machtübernahme der Opposition in Kirgistan haben die USA zur Wahrung von Demokratie und Menschenrechten in dem zentralasiatischen Land aufgerufen. „Wir dringen darauf, dass in Bischkek und anderen betroffenen Gegenden die Ruhe wieder hergestellt wird“, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, am Donnerstag in Washington. Dabei müssten Menschenrechte und Demokratie geachtet werden. Das Weiße Haus verurteilte zudem den Einsatz „tödlicher“ Mittel gegen die protestierenden Oppositionellen.

In der kirgisischen Hauptstadt fielen am Abend erneut Schüsse. Zudem wurden zwei gepanzerte Fahrzeuge von Reportern der Nachrichtenagentur AFP in der Innenstadt beobachtet. Ein Polizeichef sagte im staatlichen Fernsehen, dass es möglicherweise weitere Verletzte gebe.

Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen oppositionellen Demonstranten und Sicherheitskräften waren am Mittwoch mindestens 75 Menschen getötet worden, rund tausend weitere wurden verletzt. Präsident Kurmanbek Bakijew floh in den Süden des Landes, die Opposition setzte eine Interims-Regierung unter der früheren Außenministerin Rosa Otunbajewa ein. US-Außenamtssprecher sprach von Otunbajewa als „Oppositionsführerin“. Die USA haben einen Militärstützpunkt in Manas bei Bischkek, der für den Nachschub der US-Truppen in Afghanistan eine wichtige Rolle spielt.

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