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15.12.2009

US-Regierung will Guantanamo-Häftlinge in Illinois unterbringen

Washington – US-Präsident Barack Obama hat die Bundesbehörden angewiesen, ein nahezu leeres Staatsgefängnis in einem ländlichen Teil des US-Bundesstaates Illinois zu kaufen, um dort Guantanamo-Häftlinge unterzubringen. Das berichtet die „Chicago Sun-Times“ unter Berufung auf Regierungsbeamte. Das Weiße Haus will heute die Entscheidung offiziell verkünden. US-Medienberichten zufolge soll die Haftanstalt in dem Ort Thomson im Nordwesten des Bundesstaates zwischen 35 und 90 Häftlinge aus dem umstrittenen Militärgefängnis Guantanamo aufnehmen.

Der Gouverneur von Illinois, Pat Quinn, und Senator Richard Durbin hatten sich für eine Verlegung in ihren Bundesstaat ausgesprochen, da sie auf die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen hoffen. Die Schließung von Guantanamo war eines der zentralen Versprechen im Wahlkampf von Präsident Obama. Allerdings wird das Lager wohl nicht wie geplant bereits im kommenden Januar geschlossen, sondern erst im Verlauf des Jahres 2010. In Guantanamo sind derzeit noch mehr als 200 Personen inhaftiert. Das Lager auf Kuba wurde im Jahr 2002 eingerichtet, um mutmaßliche Terroristen als sogenannte „unlawful combatants“ ohne die Rechte als Kriegsgefangene unterzubringen.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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