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US-Regierung denkt über Reduzierung nach

© AP, dapd

15.02.2012

Atomwaffen US-Regierung denkt über Reduzierung nach

Drei Optionen im Gespräch.

Washington – Die US-Regierung erwägt eine deutliche Verkleinerung ihres Atomwaffenarsenals. Im Gespräch ist eine mögliche Reduzierung um bis zu 80 Prozent, wie die Nachrichtenagentur AP am Dienstag in Washington erfuhr. Mit dem Schritt würde Präsident Barack Obama sein Ziel einer atomwaffenfreien Welt verfolgen, das er 2009 verkündet hatte. Im Wahljahr dürfte eine derartige Abrüstung allerdings die Kritik der Republikaner nach sich ziehen.

Erwogen würden drei Optionen einer Verringerung der Zahl stationierter strategischer Atomwaffen, erklärten ein früherer Regierungsmitarbeiter und ein Mitarbeiter des Kongresses im vertraulichen Gespräch. Im Raum stehe eine Reduzierung auf 1.000 bis 1.100, auf 700 bis 800 oder 300 bis 400 Waffen. Entschieden sei noch nichts. Derzeit ist mit Russland vertraglich eine Obergrenze von 1.550 Sprengköpfen ab dem Jahr 2018 festgelegt.

Eine Zahl von 300 wäre der niedrigste Wert seit 1950, als das Wettrüsten mit der damaligen Sowjetunion begann. Ende der 80er Jahre verfügten die USA über die Rekordzahl von 12.000 Atomwaffen, 2003 sank sie erstmals wieder unter 5.000. Ein Sprecher des nationalen Sicherheitsrats des Weißen Hauses, Tommy Vietor, sagte, die vom Pentagon entwickelten Optionen seien Präsident Obama noch nicht vorgelegt worden. Der Pressesprecher des Pentagons, George Little, wollte zu Einzelheiten nicht Stellung nehmen.

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