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12.02.2010

US-Präsident Barack Obama nimmt diplomatische Verstimmung mit China in Kauf

Peking/Washington – US-Präsident Barack Obama nimmt durch den Empfang des Dalai Lama in der kommende Woche ernste diplomatische Verstimmungen mit China in Kauf. China sei strikt gegen den Besuch des geistlichen Oberhauptes der Tibeter in den USA, sagte heute der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Ma Zhaoxu, in Peking. „Wir fordern die USA auf, ihre Entscheidung zum Arrangement des Treffens unverzüglich rückgängig zu machen“, ließ er verlauten. Obama müsse verstehen, dass Tibet für China ein heikles Thema sei. Die Chinesische Regierung versteht den Dalai Lama, der eine weitreichende Autonomie für Tibet fordert, als Separatisten und lehnt dessen Forderungen ab.

US-Präsident Obama will dennoch an dem für den 18. Februar geplanten Treffen im Weißen Haus festhalten. Das gab Präsidentensprecher Robert Gibbs gestern in Washington bekannt. Obama hatte im November während seines Pekingbesuchs der Chinesische Führung versichert, dass er weder eine neue Tibetpolitik betreiben noch Chinas Souveränität in Frage stellen wolle. Er wolle mit dem Treffen lediglich der Tradition seiner Amtsvorgänger folgen. Die Beziehungen zwischen China und den USA sind derzeit ohnehin angespannt, da die USA kürzlich ein Rüstungsgeschäft mit Taiwan angekündigt hatten. Peking setzte daraufhin die militärische Zusammenarbeit mit Washington aus und kündigte Sanktionen an.

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