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27.07.2011

US-Ökonom Nouriel Roubini hält Euro-Zone weiterhin für gefährdet

Berlin – Der New Yorker Ökonom Nouriel Roubini hält den Zusammenhalt der Euro-Zone trotz der jüngsten Rettungsaktion für Griechenland weiter für gefährdet. Der „Zeit sagte er: „Die Verantwortlichen beteuern zwar, dass diese Rettungsaktion die absolute Ausnahme bleiben wird, aber das ist Wunschdenken. Irland und Portugal sind doch ebenfalls zahlungsunfähig. In ein paar Jahren wird der bisherige Rettungsplan für Portugal zusammenbrechen. Für Irland gilt das Gleiche.“

Roubini hatte als einer von wenigen Ökonomen die Finanzkrise von 2007 vorher erkannt und davor gewarnt. Der Wirtschaftsforscher sagte, durch die Einigung der Euro-Länder vergangene Woche sei bestenfalls Zeit gewonnen worden: „Die Politiker der Euro-Zone können sich vielleicht noch fünf Jahre lang durchlavieren, danach kann man sehr harten Entscheidungen nicht mehr ausweichen“, sagte der Ökonom.

Er sehe die Möglichkeit, dass Griechenland oder Portugal aus der Euro-Zone aussteigen, bei 30 Prozent. Das Land habe keine Liquiditätsprobleme, es sei insolvent.

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