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04.11.2010

US-Notenbankchef Bernanke verteidigt Kauf von Staatsanleihen

Washington – Der Chef der US-amerikanischen Notenbank (Federal Reserve System), Ben Bernanke, hat die Entscheidung zum weiteren Ankauf von Staatsanleihen im Wert von 600 Milliarden Dollar (rund 430 Milliarden Euro) verteidigt. Die Notenbank sei zu der Entscheidung gekommen, dass „eine zusätzliche Unterstützung der Wirtschaft angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der niedrigen Inflationsrate notwendig ist“, schrieb Bernanke in einem Beitrag für die „Washington Post“. Laut Bernanke habe die beschlossene Maßnahme das Ziel, zur Steigerung der Beschäftigung beizutragen und die Preisstabilität zu unterstützen.

Die Fed hatte am Mittwoch die milliardenschwere Geldspritze angekündigt, bei der längerlaufende Staatsanleihen über acht Monate angekauft werden sollen. Die Maßnahme bedeutet faktisch, dass mehr Geld in Umlauf gebracht wird und quasi frisches Geld gedruckt wird. In der Praxis kauft die Fed von den US-Banken die Staatsanleihen. Der Kaufpreis wird den jeweiligen Banken dann auf deren Konto bei der Zentralbank gutgeschrieben. Die Notenbank will so die Konjunktur ankurbeln und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen. Die USA kommen im Gegensatz zu anderen Ländern nicht aus der Wirtschaftskrise heraus, die US-Arbeitslosenquote lag im September bei 9,6 Prozent.

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