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05.12.2009

US-Jagdbomberpiloten standen Luftangriff kritischer gegenüber als bisher angenommen

Kunduz – Auszüge aus dem Nato-Abschlussbericht zeigen offenbar, dass die Besatzung der US-amerikanischen F-15-Jagdbomber den Auftrag, die entführten Tanklaster bei Kunduz zu bombardieren, stärker hinterfragt hat, als bisher angenommen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“. So habe es Meinungsunterschiede über die Frage gegeben, wie viele Bomben abgeworfen werden sollten. Oberst Kleins Fliegerleitoffizier, Codename „Red Baron“, habe sechs Bomben gefordert. Die Besatzung der F-15 wollte nur zwei Bomben einsetzen. Darüber hinaus würden Auszüge des Funkverkehrs zwischen einem US-Piloten und dem deutschen Fliegerleitoffizier zeigen, dass die Besatzung nicht nur ein- oder zweimal warnende Tiefflüge vorgeschlagen habe, sondern gleich fünfmal. Doch „Red Baron“ antwortete: „Negativ. Das Ziel soll sofort angegriffen werden.“

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