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22.01.2011

Afghanistan US-General Petraeus gegen Abzugstermin

Washington – Der Befehlshaber der internationalen Truppen in Afghanistan, US-General David Petraeus, hat vor überschwänglichem Optimismus in Afghanistan gewarnt und jeden Truppenabzug von Fortschritten im Kriegsgebiet abhängig gemacht. Petraeus sagte der „Süddeutschen Zeitung“, dass es zwar in den vergangenen sechs Monaten „enorme Fortschritte“ gegeben habe. Allerdings müssten alle Abzugspläne von den „Bedingungen vor Ort“ abhängig gemacht werden. „Wir müssen übergroße Versprechungen vermeiden“, mahnte Petraeus.

Der General äußerte sich mit Blick auf die im Bundestag in der kommenden Woche anstehende Mandatsverlängerung für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Sie wird überlagert von Meinungsunterschieden zwischen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), wie konkret sich die Bundesregierung auf einen Beginn des Abzugs zum Ende dieses Jahres festlegen soll. Zwar sei es ein „Privileg der Politik“, über Termine zu diskutieren. Am Ende aber hänge „der politische Wille vom Fortschritt vor Ort“ ab, so Petraeus.

Zudem lobte er die Leistung der Bundeswehr und der zivilen deutschen Helfer in Afghanistan. Besonders hob er hervor, dass deutsche Truppen an der Bekämpfung von Aufständischen beteiligt seien. Die Vertreibung der Taliban aus der Region Kundus sei vor allem eine Leistung der Bundeswehr. „Die Deutschen sollten sehr stolz sein“, sagte er.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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