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24.06.2011

Afghanistan US-Armeeführung reagiert verhalten auf Obamas Afghanistan-Abzugspläne

Washington – Die US-Armeeführung hat verhalten auf die Afghanistan-Abzugspläne von Präsident Barack Obama reagiert. Zum Vorhaben, 33.000 Soldaten bis September 2012 abzuziehen, meinte US-Generalstabchef Admiral Mike Mullen: „Die Entscheidungen des Präsidenten sind energischer und rufen mehr Risiken hervor, als ich anfangs bereit war zu akzeptieren.“ Der scheidende Oberkommandierende der internationalen Truppen in Afghanistan, General David Petraeus, ergänzte: „Die letztliche Entscheidung war hinsichtlich des Zeitplans ein entschlossenerer Ansatz als wir ihn empfohlen hätten.“

Verteidigt wurden die Pläne des Präsidenten hingegen von Außenministerin Hillary Clinton. Erst nach „sehr vorsichtiger Überlegung und Begutachtung“ sei diese Entscheidung getroffen wurden. „Er ist nun auf dem richtigen Weg, unser Engagement in Afghanistan zu beschließen“, so Clinton weiter.

Obama will bis zum Sommer 2012 33.000 der derzeit noch 100.000 in Afghanistan stationierten US-Soldaten abziehen. Der Abzug soll dabei in zwei Schritten vollzogen werden und bereits im Juli beginnen. Bis Ende 2011 sollen 10.000 US-Soldaten den Hindukusch verlassen, weitere 23.000 folgen bis zur Mitte des Jahres 2012.

„Dies ist der Anfang und nicht das Ende unserer Anstrengungen diesen Krieg zu beenden“, so Obama am Mittwochabend in einer Rede an die Nation. Im weiteren Verlauf solle die Zahl der US-Soldaten „mit konstantem Tempo“ weiter zurückgefahren werden, erklärte der US-Präsident in der TV-Ansprache.

Der Abzug von 33.000 US-Soldaten entspricht der Zahl, um die Obama die US-Truppen in Afghanistan im September 2009 zur Verstärkung des Kampfes gegen die Taliban aufgestockt hatte. Bis zum Jahr 2014 wollen die USA und die Nato die Verantwortung für die Sicherheit am Hindukusch an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben.

Wegen der US-Präsidentschaftswahl in anderthalb Jahren kommt Obamas Ankündigung des Truppenabzugs zu einem kritischen Zeitpunkt. Sowohl Demokraten als auch Republikaner erhöhten zuletzt den Druck, den teuren und unpopulären Krieg zu beenden.

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