newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Ursula von der Leyen will 2011 für Auslands-Fachkräfte werben

Berlin – Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will 2011 den Fachkräftemangel offensiv angehen. Sie plane mehrere Touren durch die Regionen, um vor Ort und in ihrer Partei für die Anwerbung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland zu werben.

Seit der Veröffentlichung des Buches von Thilo Sarrazin werde die Debatte „zu sehr auf alte Fehler bei der Integration und negative Erfahrungen mit Zuwanderung in die Sozialsysteme verengt“, bedauerte die Ministerin im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe. Sie wolle behutsam einen Diskussionsprozess führen, beteuerte sie. „Wir müssen aus alten Fehlern lernen, aber das Thema lässt sich nicht vertagen“, fügte sie hinzu. Es gebe gute Beispiele wie die Boatpeople aus Vietnam. „Die sind gut integriert, die Kinder haben zumeist hervorragende Schulabschlüsse, eine Generation, die fleißig arbeitet und unser Land mit trägt“, erinnerte sie.

Nach ihren Angaben wird Deutschland in den nächsten 15 Jahren fünf Millionen Arbeitnehmer weniger haben. „Das ist genauso viel wie das Ruhrgebiet an Einwohnern hat. Das Thema steht vor der Tür und kann nicht auf die lange Bank geschoben werden“, sagte von der Leyen. Wer die Zahlen kenne, der wisse, wie groß der „Handlungsdruck“ sei. „Mein größter Kronzeuge ist der Mittelständler, der trotz langer Suche im Inland keine Leute mehr findet“, erläuterte sie. Auch als sie angefangen habe, über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu reden, „waren es die Industrie- und Handelskammern, die spürten, dass etwas im Argen liegt und die für familienfreundlichere Arbeitsbedingungen geworben haben.“

Trotz aller notwendigen Anstrengungen für mehr Frauen und ältere Arbeitnehmer, trotz der Förderung von gering Qualifizierten „werden wir auf lange Sicht nicht ohne qualifizierte Zuwanderer auskommen, wenn wir den Wohlstand in unserem Land sichern wollen“, bekräftigte sie. „Wir sind am Anfang eines Lernprozesses.“

24.12.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Coronavirus Schäuble drängt Stiko zu Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble drängt die Ständige Impfkommission (Stiko) zu einer Empfehlung von Corona-Impfungen für Kinder. "Es steht dem Bundestagspräsidenten nicht an, die Ständige Impfkommission zu kritisieren. Allerdings darf ich sie an ihre ...

Ernst Impfen um Schulen offen zu lassen

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) spricht sich dafür aus, Kinder und Jugendliche schon ab zwölf Jahren impfen zu lassen. Sie appellierte am Donnerstag im Inforadio vom rbb an die Ständige Impfkommission, eine entsprechende Empfehlung auszusprechen. ...

Schäuble Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Kanzlerpräferenz Laschet verliert 6 Prozentpunkte

Trendbarometer CDU/CSU fällt auf 26 Prozent – Grüne wieder über 20 Prozent

Zentralrat Nur Abgrenzung von AfD ermöglicht jüdisches Leben

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

Kühnert Ampel-Koalition möglich

Nach Flut-Katastrophe Grüne fordern Reform der Schuldenbremse

Bundeswehr Middelberg und Mazyek fordern muslimische Seelsorger

Unwetter-Katastrophen NRW-Innenminister Reul fordert Sirenen-Pflicht

Flutkatastrophe Union warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen

Folgen der Flutkatastrophe Politisch Verantwortliche benennen

Flutkatastrophen Linke und SPD plädieren für Elementarschadenversicherung

"Großer Fehler" Bosbach kritisiert Laschets Lacher in Erftstadt

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »