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Frau mit blondem Haar

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26.10.2014

Untersuchung Frauen in DAX-Vorständen werden häufiger entlassen als Männer

Fluktuationsquote beläuft sich auf bis zu 51 Prozent.

Berlin – Weibliches Spitzenpersonal in DAX-Unternehmen verliert prozentual öfter den Topjob als die männlichen Kollegen. Die Fluktuation bei Frauen auf Vorstandsposten im DAX war in den vergangenen anderthalb Jahren (1. Januar 2013 bis 31. Juli 2014) zweieinhalb mal so hoch wie bei den Männern, dies ergab eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Kienbaum für die „Welt am Sonntag“ (26. Oktober 2014).

„Von den im DAX-30 gelisteten Unternehmen sind 38 Vorstände im Untersuchungszeitraum gegangen“, heißt es in der Studie. „Unter den 38 Vorständen aus den 21 Unternehmen waren 31 Männer und 7 Frauen.“ Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der Vorstandsmänner in allen DAX-Unternehmen ergibt das eine Fluktuationsquote von 20 Prozent.

In sechs der insgesamt elf Unternehmen mit weiblichen Vorstandsmitgliedern sind sieben weibliche Vorstände ausgeschieden. Nach Berechnungen von Kienbaum beläuft sich die Fluktuationsquote damit auf 51 Prozent.

Auch wenn die niedrige Grundgesamtheit an Frauen in Vorstandspositionen die Ursachenforschung für die hohe Fluktuationsquote erschwere, nannte Kienbaum Gründe für die Entwicklung: „Wenn seit 2013 jede zweite Frau in DAX-Vorständen ihren Posten räumt oder räumen muss, ist das eine klare Aussage: In Deutschlands DAX-Vorständen fehle noch eine Kultur, die Frauen im Top-Management fördert“, sagte Kienbaum-Geschäftsführer Walter Jochmann.

Es gebe durchaus genügend qualifizierte Frauen für solche Posten. Nur müssten die Auswahlprozesse auf Aufsichtsratsebene professionalisiert werden.

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