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Chinesische Hacker nehmen Deutschland ins Visier

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24.02.2013

Bericht Chinesische Hacker nehmen Deutschland ins Visier

Besonders intensive Angriffe im Vorfeld des G-20-Gipfels beobachtet.

Hamburg/München – Deutschland gerät Berichten zufolge zunehmend ins Visier chinesischer Hacker. Allein auf die Computersysteme der Bundesregierung registrierte der Verfassungsschutz im vergangenen Jahr fast 1.100 digitale Angriffe ausländischer Nachrichtendienste, meldete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Das Magazin „Focus“ berichtete unter Berufung auf Verfassungsschützer sogar von allein über 1.000 IT-Attacken aus China heraus.

Die meisten Angriffe richteten sich laut „Spiegel“ gegen das Kanzleramt, das Auswärtige Amt und das Wirtschaftsministerium. Meist seien es Mails, in deren Anhängen sich Spionage-Software verberge. Besonders intensive Angriffe beobachteten die Sicherheitsbehörden demnach im Vorfeld des G-20-Gipfels auf die Mitglieder der deutschen Delegation. Das Interesse galt der Finanz- und Energiepolitik.

Neben der Politik sind allerdings auch große Unternehmen von den Spionageversuchen betroffen. So verzeichneten auch deutsche Konzerne eine steigende Zahl von Angriffen auch China, heißt es im „Spiegel“ weiter. So habe es vor einigen Monaten „eine bemerkenswerte“ Attacke auf die Rechner des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS gegeben, bestätigten Unternehmenskreise dem Magazin. Offiziell spreche EADS von einem „Standardangriff“ und schweige zu einem möglichen Schaden. Allerdings sei der Vorgang so gravierend gewesen, dass EADS ihn der Bundesregierung gemeldet habe.

Auch ThyssenKrupp beklagte dem Bericht zufolge Mitte 2012 Angriffe, die „massiv“ waren und „eine besondere Qualität“ aufwiesen, heiße es im Unternehmen. ThyssenKrupp bestätigt den Angriff dem Bericht zufolge. Demnach sei die Attacke „lokal in den USA“ erfolgt. Ob und was die Eindringlinge möglicherweise kopiert hätten, lägen nicht vor. Die Adressen der Täter waren chinesisch.

So genaue Erkenntnisse liegen aber längst nicht allen Firmen vor. So wies der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, im „Focus“ darauf hin, dass sich betroffene Unternehmen oft nicht bewusst seien, „dass sie Opfer von gezielter Wirtschaftsspionage geworden sind“.

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