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08.04.2010

Unruhen Kirgistan: 75 Tote und rund 1000 Verletzte

Bischkek/Moskau – Bei den Unruhen in Kirgistan sind nach neuen offiziellen Angaben mindestens 75 Menschen getötet und rund 1000 weitere verletzt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Bischkek der Nachrichtenagentur AFP mit. Bisher war die Zahl der Toten mit 68 und die der Verletzten mit über 520 angegeben worden. Oppositionsvertreter hatten bereits zuvor von 1000 Verletzten gesprochen.

Präsident Kurmanbek Bakijew war am Mittwoch nach gewaltsamen Ausschreitungen von der Opposition gestürzt worden. Die kirgisische Ex-Außenminister Rosa Otunbajewa setzte sich an die Spitze einer neuen „Regierung des Volkes“ und kündigte Neuwahlen binnen sechs Monaten an. Bakijew flüchtete aus Bischkek. Er soll in seinem Heimatort im Südwesten des Landes untergekommen sein.

Russland schickte nach den Unruhen zuätzliche Soldaten auf seine Militärbasis in Kirgistan. Wie Generalstabschef Nikolai Makarow nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen am Donnerstag mitteilte, trafen 150 Fallschirmjäger auf dem Luftwaffenstützpunkt in Kant in der Nähe von Bischkek ein. Die Elite-Einheiten sollen demnach für die Sicherheit der Soldaten und ihrer Familien sorgen. Auch die USA unterhalten in dem zentralasiatischen Land eine Luftwaffenbasis. Der Stützpunkt Manas nördlich von Bischkek wird von der US-Armee und der NATO als Stützpunkt für ihre Einsätze in Afghanistan genutzt.

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