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Unions-Politiker verteidigen das Inzestverbot

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13.04.2012

Gesundheit Unions-Politiker verteidigen das Inzestverbot

„Wir müssen die Gesundheit unserer Bevölkerung schützen“.

Berlin – Die Forderung des Grünen-Politikers Hans-Christian Ströbele nach Aufhebung des Inzestverbots unter Geschwistern stößt auf Widerspruch in der Union. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte der „Bild“-Zeitung (Onlineausgabe): „Wir müssen die Gesundheit unserer Bevölkerung schützen.“ Der Staat müsse die Chance auf ein körperlich und vor allem seelisch unversehrtes Leben ermöglichen. Kinder aus Inzest-Beziehungen hätten überdurchschnittlich viele gesundheitliche Störungen. Auch sei Inzest fast immer mit der Abhängigkeit verbunden.

Unions-Bundestagsfraktionsvize Günter Krings (CDU) sagte dem Blatt: „Die Strafbarkeit von Inzesthandlungen ist ein Kernbestand der deutschen Rechtskultur und völlig tabu.“

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am Donnerstag das deutsche Inzestverbot bestätigt. Ströbele argumentiert, bei Erwachsenen schränke das Verbot die sexuelle Selbstbestimmung ein.

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