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Philipp Mißfelder

© Anton Koenigs / CC BY-SA 3.0 DE

18.09.2014

Union Mißfelder bedauert Ideen- und Personalarmut

„Als Merkelianer sehe ich mich selber nicht“

Leipzig – Der nach 12 Jahren aus seinem Amt scheidende Vorsitzende der Jungen Union, das CDU-Präsidiumsmitglied Philipp Mißfelder, bedauert die Ideen- und Personenarmut, die sich in dieser Zeit bei der Union eingestellt habe.

Gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“ (Donnerstag-Ausgabe) verwies Mißfelder bedauernd darauf, dass es früher „mit Ole von Beust, Roland Koch, Christian Wulff, Günther Oettinger und Jürgen Rüttgers eine Fülle von CDU-Ministerpräsidenten der mittleren Generation gegeben hat, die jedes Wochenende starke Kritik geübt haben“. Heute habe „Angela Merkel das Heft des Handelns fest in der Hand“ und die CDU freue sich darüber.

Zu sich selbst räumt Mißfelder ein, er habe lange Zeit als eine Art Störenfried gegolten, was sowohl an seiner Treue zu Helmut Kohl gelegen haben möge, wie auch an der massiven öffentlichen Unterstützung für den vormalig großen Hoffnungsträger der Jungen Union, Karl-Theodor zu Guttenberg. Die Zusammenarbeit mit Angela Merkel habe sich im Zuge der Euro-Rettungspolitik aber massiv verbessert. „Als Merkelianer sehe ich mich selber jedoch nicht.“

Hoffnungen auf eine kritische Weiterentwicklung der Jungen Union verbindet Mißfelder mit der Tatsache, dass erstmals zwei Kandidaten in ein offenes Rennen um den Vorsitz beim JU-Kongress am kommenden Wochenende gingen.

Als „hoffnungsvoll“, was die innerparteiliche Demokratie angeht, empfindet Mißfelder die Tatsache, dass erstmals bei einer großen Personenwahl die Junge Union „tatsächlich eine geheime Wahl, also für alle in Wahlkabinen, vereinbart hat“. Zwar gebe es auch auf Parteitagen beispielsweise bei der Führungswahl immer im Prinzip die geheime Wahl mit ein paar Wahlkabinen am Rand, „aber wer da hingeht kann doch gleich öffentlich erklären, dass er abweichend von Absprachen gewählt hat“.

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