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13.01.2010

UN-Bericht Zahl ziviler Opfer in Afghanistan erreicht Höchststand

Kabul – Der Konflikt in Afghanistan hat im vergangenen Jahr mehr zivile Opfer gefordert als je zuvor in der mittlerweile neunjährigen Geschichte des Krieges. So belaufe sich die Zahl der getöteten Zivilisten nach Angaben der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) im Jahr 2009 auf 2412. Das entspricht, verglichen mit dem Vorjahr, einem Anstieg von 14 Prozent. Ein Viertel der Opferzahlen entfalle dabei allein auf den von der deutschen Bundeswehr angeordneten Luftschlag in Kundus im September. Mit 67 Prozent seien allerdings Aufständische und Terroristen für den größten Teil der zivilen Todesfälle verantwortlich.

Ferner sei die Zahl der durch Anschläge von Aufständischen Getöteten um 40 Prozent gestiegen, während Sicherheitskräfte mit knapp 600 getöteten Unbeteiligten für 28 Prozent weniger Todesfälle als noch im Vorjahr verantwortlich waren. Hintergrund dieser Entwicklung sei das vorsichtigere Vorgehen einheimischer und ausländischer Truppen. Beide Seiten sollten darauf achten, den Konflikt nicht auf Kosten der unbeteiligten Bevölkerung auszutragen, sagte Norah Niland, Unama-Verantwortliche für Menschenrechte. „Der Konflikt hat sich verschärft und in Gegenden ausgebreitet, die zuvor als sicher galten“, so Niland weiter. „Die Sicherheit und das Wohlergehen der Zivilbevölkerung müssen an erster Stelle stehen.“

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