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Jan Böhmermann 2014

© Jonas Rogowski / CC BY-SA 3.0

14.04.2016

Umfrage zur Böhmermann-Affäre Große Mehrheit gegen strafrechtliche Verfolgung

Mehrheit der Deutschen sieht zu viel politische Rücksichtnahme auf Erdogan.

Berlin – Der Fall Böhmermann ist längst zur Staatsaffäre geworden. Wie soll die Bundesregierung entscheiden? Und nimmt Angela Merkel aus politischen Gründen zu viel Rücksicht auf den türkischen Präsidenten Erdogan?

In einer N24-Emnid-Umfrage fordern 82 Prozent der Deutschen, die Bundesregierung solle die Staatsanwaltschaft nicht zu Ermittlungen gegen Böhmermann nach Paragraf 103 ermächtigen. Nur 10 Prozent der Befragten meinen, die Regierung sollte die Ermittlungen zur möglichen Beleidigung von Vertretern ausländischen Staaten in diesem Fall zulassen.

Insgesamt finden 49 Prozent der Deutschen, dass Böhmermann mit seinem Schmähgedicht noch im „vertretbaren Rahmen“ geblieben ist. 28 Prozent der Befragten finden, Böhmermann sei zu weit gegangen.

Ob nach Paragraf 103 oder nur wegen persönlicher Beleidigung – ganz generell lehnen 82 Prozent der Deutschen jede gerichtliche Bestrafung Böhmermanns ab. Nur 7 Prozent der Befragten sind für eine Bestrafung Böhmermanns.

Wie auch immer die Entscheidung der Regierung ausfallen wird – 68 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ohnehin aus politischen Gründen zu viel Rücksicht auf Erdogan nimmt. 21 Prozent der Deutschen sehen das nicht so.

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