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04.04.2019

Umfrage Mehrheit sieht höheren Wehretat kritisch

Mehr als die Hälfte finden das Deutschland nicht mehr ausgeben sollte.

Berlin – Die Mehrheit der Bundesbürger sieht einen höheren Wehretat kritisch. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des „Handelsblatts“ (Freitagsausgabe).

Demnach gab mehr als die Hälfte der Befragten (59 Prozent) an, dass Deutschland nicht deutlich mehr für Verteidigung ausgeben sollte. Immerhin gut jeder Vierte sieht das anders: 27 Prozent der Befragten finden, dass Deutschland mehr Geld in die Verteidigung investieren sollte. 14 Prozent der Befragten hatten zu dem Thema keine Meinung („Weiß nicht“) oder machten in der Befragung keine Angabe.

US-Spitzenpolitiker und besonders US-Präsident Donald Trump kritisieren Deutschland immer wieder scharf für die aus ihrer Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben. Erst am Mittwochabend hatte US-Vizepräsident Mike Pence am Rande des NATO-Außenministertreffens in Washington minutenlang die Verteidigungsausgaben Deutschlands heftig kritisiert.

Die Haushaltspläne der Bundesregierung sehen derzeit einen Wehretat von rund 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vor. Bis 2024 sollen die Ausgaben auf 1,5 Prozent wachsen. Die NATO-Mitglieder hatten sich 2014 verpflichtet, sich bei den Verteidigungsausgaben bis 2024 auf die Zielmarke von zwei Prozent des BIP zuzubewegen.

Für die Erhebung befragte YouGov insgesamt 539 Personen.

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