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22.11.2015

Umfrage Klare Mehrheit will Verhalten trotz Terrorgefahr nicht verändern

Nur elf Prozent der Befragten gaben an, ihr Verhalten ändern zu wollen.

Berlin – Eine deutliche Mehrheit der Deutschen (89 Prozent) will ihr persönliches Verhalten trotz Terrorgefahr nicht verändern. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag von „Bild am Sonntag“. Elf Prozent der Befragten gaben an, ihr Verhalten ändern zu wollen.

Besuche von Großveranstaltungen wie Weihnachtsmärkten, Fußballspielen oder Konzerten wollen nur neun Prozent einschränken. 89 Prozent wollen das nicht.

77 Prozent der Deutschen fordern jedoch, Gefährder rund um die Uhr von der Polizei observieren zu lassen. 20 Prozent lehnen das ab. Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, sagte der Zeitung: „Solange wir nicht mehr Personal haben, ist eine stärkere Überwachung nicht zu leisten.“

47 Prozent der Befragten befürworten zudem den Einsatz von Fußfesseln zur Überwachung von Gefährdern. Eine knappe Mehrheit von 48 Prozent ist gegen solche Maßnahmen. Der Jurist und innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), verwies auf die „Möglichkeit einer Meldeauflage“, wenn es darum gehe, den Aufenthaltsort zu kennen. „Fußfesseln könnten allerdings für Fälle der Ausreiseuntersagung ein noch effektiveres Mittel sein.“

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