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31.10.2014

Umfrage Deutsche bei Freihandelsabkommen TTIP gespalten

„Internationaler Handel muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt.“

Berlin – Die Bundesbürger sind laut einer Umfrage hinsichtlich des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA (TTIP) gespalten. 48 Prozent der Befragten gaben in der Emnid-Umfrage im Auftrag von Foodwatch an, das TTIP-Abkommen zu befürworten. 32 Prozent der Deutschen sehen TTIP hingegen kritisch, jeder vierte Bundesbürger fordert gar einen Stopp der Verhandlungen.

Im Februar hatten in einer Emnid-Studie für das US-Forschungszentrum PEW und der Bertelsmann-Stiftung bei identischer Fragestellung noch 55 Prozent angegeben, das Abkommen positiv einzuschätzen.

„Die Umfrage zeigt: Es gibt in Deutschland keine Mehrheit mehr für das TTIP-Abkommen. Je mehr über TTIP an die Öffentlichkeit dringt, umso weniger glauben die Bürgerinnen und Bürger der Bundesregierung die Märchen über Wachstum, Wohlstand und den Schutz ihrer Rechte“, sagte Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. „Internationaler Handel muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt.“

Es gehe bei TTIP nicht nur um „die Angleichung von Standards für die Farbe von Autoblinkern oder die Länge von Schrauben“. Vielmehr stünden gesellschaftspolitische Errungenschaften auf dem Spiel, warnte Bode. „Wir sind weder Amerika-Feinde noch Gegner von fairem Freihandel, aber TTIP in seiner geplanten Form ist eine Bedrohung für unsere Demokratie.“

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