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03.12.2015

Umfrage CDU verliert in Baden-Württemberg

AfD bei acht Prozent – Keine Mehrheit für Grün-Rot oder für Schwarz-Gelb.

Stuttgart – Wäre am nächsten Sonntag Landtagswahl in Baden-Württemberg, hätte weder Grün-Rot noch Schwarz-Gelb eine Mehrheit. Dies ist das Ergebnis der aktuellen repräsentativen Umfrage des Berliner Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) und der Stuttgarter Zeitung. Infratest dimap hat dafür vom 26. November bis 1. Dezember 2015 1.000 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg telefonisch befragt.

Danach käme die CDU auf 37 Prozent und würde damit zwei Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Umfrage im September 2015 verlieren. Die Grünen kämen auf 25 Prozent (-1), die SPD auf 18 Prozent (+1) und die FDP unverändert auf fünf Prozent. Ähnlich wie auf Bundesebene profitiert die AfD von der Flüchtlingsdebatte und könnte um drei Punkte auf acht Prozent zulegen. Die Linke würde mit unverändert vier Prozent nicht in den Landtag kommen. Damit haben weder Grün-Rot noch Schwarz-Gelb eine eigene Mehrheit.

Zufriedenheit mit der Landesregierung weiterhin hoch

Die allgemeine Zufriedenheit im Land bleibt hoch. Sechs von zehn Baden-Württembergern äußern sich zufrieden oder sehr zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung. Aber Regierung und Verwaltung stoßen bei der Flüchtlingsbewältigung im Land mehrheitlich auf Kritik: 53 Prozent der Baden-Württemberger kommen zu der Einschätzung, dass Regierung und Verwaltung die Flüchtlingssituation im Land nicht vollständig im Griff haben. Dabei überwiegt bei den Anhängern von Grünen, SPD, CDU und FDP die Zufriedenheit leicht, die AfD-Anhänger kritisieren dagegen den Umgang mit der Flüchtlingskrise fast einhellig.

Kretschmann bleibt Wunschkandidat

Ministerpräsident Winfried Kretschmann genießt weiterhin in allen Bevölkerungsgruppen und bei allen Parteianhängern sehr hohes Ansehen. Sieben von zehn Baden-Württembergern (69 Prozent, +2) stellen ihm ein positives Zeugnis für seine politische Arbeit aus. Sieben von zehn CDU-Anhängern (69 Prozent) sind mit seiner Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden, bei den Anhängern der FDP sind es 79 Prozent und unter den AfD-Anhängern jeder zweite (50 Prozent).

Könnte man den Ministerpräsidenten direkt wählen, erhielte Kretschmann wie im September die absolute Mehrheit (53 Prozent). Auf den Spitzenkandidaten der CDU, Guido Wolf, würden nur 15 Prozent (+1) und auf den der SPD, Nils Schmid, nur sechs Prozent (-2) entfallen.

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