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Euroscheine Geld

© Friedrich.Kromberg / W.J.Pilsak / CC BY-SA 3.0

13.04.2016

Umfrage Defizite im Kampf gegen Steuerflucht und Geldwäsche

Nur 19 Prozent denken dass die Bundesregierung schon genug unternimmt.

Hamburg – In einer Umfrage ermittelte das Forsa-Institut im Auftrag des stern, wie die Deutschen nach den Panama-Enthüllungen um versteckte Vermögen in anonymen Briefkastenfirmen über Steuerflucht und Steuerhinterziehung denken. Mit insgesamt 19 Prozent findet nur jeder fünfte Befragte, dass die Bundesregierung schon genug gegen Steuerflucht und Geldwäsche unternimmt – darunter 35 Prozent der Anhänger der AfD, die ansonsten die Regierung gern heftig kritisieren. 75 Prozent sind davon nicht überzeugt.

Mehr als drei Viertel der Bundesbürger (77 Prozent) sind der Ansicht, dass große Konzerne und reiche Prominente eher vom Fiskus verschont werden als normale Bürger und kleinere Unternehmen. Geld in Steueroasen wie Panama zu schaffen, sei ein vertretbares Kavaliersdelikt, sagen insgesamt 4 Prozent – darunter 9 Prozent der Selbstständigen und 7 Prozent der AfD-Anhänger. 22 Prozent halten das für eine leichtere Straftat, 71 Prozent für eine schwere.

Und wie sieht es mit der Steuermoral der Normalbürger aus? Immerhin 21 Prozent der Deutschen kennen Personen aus dem Verwandten- oder Freundeskreis, die bei der Steuererklärung schon mal geschummelt haben – bei den Beamten sind es 32, bei den FDP-Sympathisanten sogar 39 Prozent.

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