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18.01.2010

Ukraine Stichwahl zwischen Janukowitsch und Timoschenko zeichnet sich ab

Kiew – Nach den gestern abgehaltenen Präsidentschaftswahlen in der Ukraine wird offenbar eine Stichwahl am 7. Februar nötig werden. Die Wahlkommission hat bislang etwa 50 Prozent der Stimmen ausgezählt. Demnach kommt der pro-russische Präsidentschaftskandidat Viktor Janukowitsch auf knapp 37 Prozent der Stimmen, seine westlich orientierte Konkurrentin und derzeitige Premierministerin Julia Timoschenko erhielt 24,31 Prozent der Wählerstimmen. Für einen direkten Wahlsieg werden nach ukrainischem Wahlrecht mindestens 50 Prozent der Stimmen benötigt.

Eine harte Niederlage stellte die Abstimmung für den Kandidaten Viktor Juschtschenko dar. Lediglich 4,87 Prozent der ukrainischen Bürgen gaben dem amtierenden Präsident ihre Stimme. Nach der Orangenen Revolution von 2004, in deren Folge sich die Regierung zum Westen hin öffnete, macht die Ukraine damit einen politischen Schritt zurück in Richtung Russland. Juschtschenko und Timoschenko hatten den damaligen Umbruch angeführt, heute liegen sie in der Gunst der Wähler zurück. Bei den vorherigen Wahlen hatten Manipulations- und Fälschungsvorwürfe zu einer Stichwahl zwischen Juschtschenko und Janukowitsch geführt. Auch die aktuelle Präsidentschaftswahl sorgte für Verwirrung. So seien viele Wähler nicht in den offiziellen Listen aufgetaucht und hätten daher offenbar nicht abstimmen können. Die Wahlhelfer hatten vergessen, die aus dem Jahr 2002 stammenden Listen zu aktualisieren.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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