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Üstra will sich gegen Warnstreik wehren

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05.03.2012

Hannover Üstra will sich gegen Warnstreik wehren

500.000 Fahrgäste von Streik betroffen.

Hannover – Während der Computermesse Cebit in Hannover soll es zu Warnstreiks bei der Nahverkehrsgesellschaft Üstra kommen. Das Unternehmen werde am Donnerstag (8. März) ab 3.00 Uhr ganztägig bestreikt, sagte Harald Memenga vom Landesbezirk Hannover/Leine-Weser der Gewerkschaft ver.di am Montag. „Das bedeutet, dass die Straßenbahnen und Busse in Hannover still stehen.“ Die Üstra prüft, den Warnstreik mit einer einstweiligen Verfügung gerichtlich verbieten zu lassen.

Der Ausstand sei unverhältnismäßig und schädige den Ruf von Hannover, sagte der Vorstandsvorsitzende der Üstra, André Neiß. Von dem Streik seien voraussichtlich 500.000 Fahrgäste betroffen, davon Zehntausende Messebesucher. Für diese werde von einem Tochterunternehmen ein Ersatzverkehr mit 40 Bussen vom Zentralen Omnibusbahnhof bis zur Station Messe Nord eingerichtet. Die S-Bahnen sind nicht von dem Streik betroffen.

Ebenfalls ganztägig bestreikt werden nach Angaben der Gewerkschaft kommunale Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Verwaltungen, Abfallentsorgungsbetriebe und Sparkassen. Um 11.00 Uhr sei eine zentrale Kundgebung vor dem Hauptbahnhof in Hannover geplant, sagte Memenga. Voraussichtlich würden etwa 2.000 Angestellte ihre Arbeit niederlegen.

Mit dem Warnstreik will ver.di der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen Nachdruck verleihen. Die erste Tarifrunde war am Donnerstag in Potsdam ohne Ergebnis geblieben, die nächste Verhandlung ist für den 12. und 13. März geplant. Bereits am Montag legten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Wolfsburg ihre Arbeit nieder. Weitere Warnstreiks sind in ganz Niedersachsen geplant.

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