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Überraschungsteams und Wiederholungstäter

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13.02.2012

Champions-League Überraschungsteams und Wiederholungstäter

Im Achtelfinale der Champions League kommt es zu einer bunten Mischung von Klubs aus ganz Europa.

Hamburg – Es ist schon ein etwas ungewohntes Bild, wenn man auf die Paarungen der anstehenden Achtelfinalspiele in der Champions League schaut. Besonders die Krise im englischen Fußball schlägt sich auf das mit zahlreichen Überraschungsteams gespickte Teilnehmerfeld aus insgesamt neun verschiedenen Nationen nieder. Erstmals seit zwölf Jahren stehen nur zwei Klubs aus der Premier League in der Runde der besten 16 Mannschaften Europas – und das sind mit dem FC Chelsea und dem FC Arsenal ausgerechnet die kriselnden Teams aus London, die in der Liga gerade um ihren Champions-League-Stammplatz streiten.

Die größte Überraschung lieferten in der Vorrunde unzweifelhaft die Zyprer von APOEL Nikosia, die erstmals den Sprung ins Achtelfinale schafften und nun auf das französische Spitzenteam Olympique Lyon treffen. Nicht weniger sensationell war die Leistung des FC Basel. Die Schweizer schossen gemeinsam mit Benfica Lissabon den Vorjahresfinalisten Manchester United aus dem Wettbewerb und bekommen es nun mit dem FC Bayern München zu tun. Die Portugiesen treffen auf Zenit St. Petersburg.

Manchester-Vereine raus – Londons Klubs kämpfen gegen die Krise

Apropos Manchester: United und City dominieren die englische Liga, mussten aber beide den bitteren Abstieg in die Europa League hinnehmen. Nur Chelsea und Arsenal sind noch in der Champions League und haben mit dem SSC Neapel und dem AC Mailand italienische Gegner vor der Brust. Die Londoner Klubs erleben in der Liga unerwartet schwere Zeiten: Mit zehn Zählern Rückstand auf das drittplatzierte Tottenham kämpfen die punktgleichen Teams um Platz vier, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Eine Ära von neun (Chelsea) oder 14 Jahren (Arsenal) Königsklasse hintereinander wird damit voraussichtlich enden. Und im Falle eines frühzeitigen Ausscheidens möglicherweise auch die kurze Amtszeit von Chelsea-Trainer Andre Villas-Boas, der am vergangenen Wochenende bei der 0:2-Niederlage beim FC Fulham sogar schon von den eigenen Fans verspottet wurde. Krisensicher scheint hingegen der Job von Arsene Wenger, der inzwischen im 16. Jahr bei den “Gunners” regiert.

Real will Durststrecke beenden – Barca die Titelverteidigung

Schier unendlich ist auch die Konstanz von Real Madrid und dem FC Barcelona: Sechs der bisherigen 19 Champions-League-Titel gingen an die spanischen Klubs. Beide streben den alleinigen Rekord von vier Siegen an. Real, das im Achtelfinale auf ZSKA Moskau trifft, will nach einer zehnjährigen Durststrecke wieder einen internationalen Erfolg. 2002 gab es einen Finalsieg gegen Bayer Leverkusen, den Gegner von Barca, das die erste Titelverteidigung schaffen will.

Nach dem Rhythmus der vergangenen drei Jahre müsste der Pokal allerdings wieder an Inter Mailand gehen: Barca, Inter, Barca – so hießen die Sieger seit 2009. Die Krisentruppe von Trainer Claudio Ranieri, die in der Liga zuletzt viermal nicht gewinnen konnte, wäre also wieder dran, muss aber zunächst die Hürde Olympique Marseille überspringen. Ein frühzeitiges Scheitern würde wohl auch das Ende von Ranieris Amtszeit bedeuten.

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