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Hauptbahnhof Köln - Empfangshalle bei Nacht

Hauptbahnhof Köln - Empfangshalle bei Nacht © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

12.01.2016

Münch Übergriffe in Köln waren organisiert

Jetzt müsse man genau ermitteln, wo und wie sie das getan haben.

Berlin – Die Übergriffe gegen Frauen in der Silvesternacht waren nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes organisiert. BKA-Chef Holger Münch sagte im rbb-Inforadio am Dienstag, seine Behörde sei noch dabei, sich mit den Landesämtern abzustimmen. Es sei jedoch schon jetzt klar, dass sich die Täter verabredet hätten.

„Sie kamen aus dem überregionalen Raum, sowohl in Köln, als auch in anderen Städten. In der Regel läuft so etwas über Verabredungen in sozialen Netzwerken.“ Jetzt müsse man genau ermitteln, wo und wie sie das getan haben, um solchen Übergriffen künftig vorzubeugen.

Man wisse auch, dass für solche Übergriffe gezielt dichte Menschenmengen genutzt werden, so Münch. Das sei in der Silvesternacht in mehreren Städten der Fall gewesen. Es gebe aber auch schon Meldungen zu ähnlichen Taten aus Schweden, aus Österreich oder aus der Schweiz. Mit diesen Informationen werde man in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe weitermachen.

Münch widersprach allerdings Meldungen, dass es sich bei den Übergriffen um organisierte Kriminalität gehandelt habe. Die habe für ihn eine andere Qualität. „Da reden wir von geschlossenen Gruppierungen, von hierarchischen Gruppierungen, das sehen wir hier nicht.“ Es sei aber klar, dass die Täter kommuniziert und sich verabredet hätten.

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