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26.10.2009

Über 155 Tote – Schwerste Anschläge seit 2007 erschüttern den Irak

Bagdad – Bei zwei besonders schweren Bombenanschlägen sind gestern in der irakischen Hauptstadt Bagdad mehr als 155 Menschen getötet worden, hunderte weitere wurden verletzt. Im Umfeld der Explosionen waren Gebäude eingestürzt, Hausfassaden und Fenster wurden zerstört, Fahrzeuge brannten aus. Zerfetzte Abwasserleitungen hatten ganze Straßenzüge unter Wasser gesetzt. Die Anschläge hatten sich in einem als relativ sicher geltenden Viertel ereignet, das erst seit kurzem wieder für den Verkehr freigegeben worden war. Das Justiz- und das Arbeitsministerium liegen in diesem Bezirk, das Gebäude der Regionalregierung ist nur wenig entfernt. Vor diesen Gebäuden hatten die beiden Selbstmordattentäter am Sonntag gegen 10:30 Uhr Ortszeit im Abstand weniger Minuten zwei Autobomben gezündet. Der Anschlag wird als der verheerendste seit August 2007 angesehen. Damals starben 500 Menschen bei Bombenanschlägen in der Nähe von Mossul.

„Ich weiß nicht, wieso ich noch am Leben bin. Die Explosion hat alles zerstört, nichts ist mehr dort, wo es einmal war“, beschrieb ein Überlebender die Situation. Weitere Personen berichteten von Opfern, die in ihren Autos verbrannten oder von der Wucht der Explosion durch die Luft geschleudert wurden. Die Regierung befürchtet ein weiteres Ansteigen der Gewalt im Vorfeld der Parlamentswahlen am 16. Januar 2010. Die USA verurteilten die Geschehnisse als „schändlich“ und „verabscheuungswürdig“. „Diese Bombenanschläge dienen keinem anderen Zweck als unschuldige Männer, Frauen und Kinder zu töten“, und würden „die hasserfüllten und zerstörerischen Ziele“ der Terroristen offenbaren, sagte US-Präsident Barack Obama. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte das irakische Volk unterdessen auf, an den landesweiten Wahlen im Januar festzuhalten.

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