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TV-Doku über Margot Honecker war „peinlich

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09.04.2012

Dietmar Bartsch TV-Doku über Margot Honecker war „peinlich“

Linke-Fraktionsvize sieht keine Auswirkungen auf Wahlkämpfe.

Berlin – Der Linke-Politiker Dietmar Bartsch hat die unlängst ausgestrahlte TV-Dokumentation über Margot Honecker als problematisch bewertet. Der Film über die Witwe des früheren DDR-Staatschefs Erich Honecker sei „teilweise peinlich, insbesondere für Margot Honecker“ gewesen, sagte Bartsch der Nachrichtenagentur dapd. Durch die Zusammenschnitte und ihre abstrusen Aussagen sei „ein absurder Vorführeffekt“ entstanden. Es sei der ARD offensichtlich vor allem um Einschaltquoten gegangen.

Er verstehe nicht, warum Margot Honecker ein Interview voller Rechtfertigungen gebe. „Das hätte sie besser nicht gemacht“, befand der Fraktionsvize der Linkspartei im Bundestag. „Ich hoffe, dass sie das Interview bereut.“

Negative Auswirkungen auf die Wahlkämpfe der Linken in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sieht Bartsch durch die derzeit prominent platzierten Medienberichte über Margot und Erich Honecker allerdings nicht. „Das hat mit der Linken nichts zu tun und deshalb auch keine Auswirkungen auf den Wahlkampf.“ Margot Honecker habe schon mit der PDS nichts mehr zu tun gehabt. Im Übrigen habe seine Partei sich „geschichtlich klar positioniert“.

Margot Honecker feiert am 17. April ihren 85. Geburtstag, Erich Honecker wäre am 25. August 100 Jahre alt. In dem ARD-Film „Der Sturz – Honeckers Ende“ am Montagabend konnte die Witwe des früheren DDR-Staats- und Parteichefs in 90 Minuten ihre Sicht auf die DDR, die Weltpolitik und die Rolle ihres Mannes darlegen. Dabei zeigte die langjährige DDR-Volksbildungsministerin, die auch für zahlreiche Zwangsadoptionen von Kleinkindern verantwortlich gemacht wird, keinerlei Reue oder Einsicht in etwaige Fehler, sondern verteidigte das DDR-Regime und den Kommunismus im Allgemeinen.

Der am 2. April in der ARD gezeigte Dokumentarfilm erreichte mit rund 4,2 Millionen Zuschauern eine ungewöhnlich hohe Einschaltquote in Ost und West und löste eine kontroverse politische Debatte aus.

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