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Schießerei  in Tunis

© Mohamed Messara über dpa

18.03.2015

Tunesien Acht Tote nach Schießerei in Tunis

Gegenwärtig sei das Parlament von Polizeikräften abgeriegelt.

Tunis – Bei einer Schießerei vor dem tunesischen Parlament haben Extremisten nach Angaben lokaler Medien mindestens acht Menschen getötet. Bei sieben Opfern soll es sich um Touristen handeln, meldete das tunesische Staatsfernsehen.

Im Anschluss hätten die Täter im benachbarten Bardo-Nationalmuseum mehrere Geiseln genommen, berichtete der tunesische Radiosender Schams FM unter Berufung auf einen Museumsmitarbeiter.

Laut Schams FM hätten am Mittag mindestens zwei Täter in Tarnfleck auf dem Vorplatz zwischen Parlament und Museum das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet. Die Abgeordnete Kultum Badreddine berichtete der Deutschen Presse-Agentur von „schweren Schusswechseln“. Gegenwärtig sei das Parlament von Polizeikräften abgeriegelt. Laut tunesischem Innenministerium wurde das benachbarte Museum umstellt.

Im Urlaubsland Tunesien begann Ende 2010 der Arabische Frühling, der zum Sturz des Langzeitherrschers Zine el Abidine Ben Ali führte. Als bislang einziges arabisches Land gelang Tunesien ein Übergang in eine Demokratie. Mit dem Sturz Ben Alis gewannen jedoch auch islamistische Kräfte im Land neue Stärke.

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