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31.05.2010

Tropensturm tötet mehr als 100 Menschen in Zentralamerika

Guatemala-Stadt – Über Zentralamerika ist am Wochenende der Tropensturm „Agatha“ mit verheerenden Folgen hinweggezogen. Insgesamt kamen mehr als 100 Menschen ums Leben, allein in Guatemala gab es nach Angaben der Regierung 82 Tote. Die Behörden befürchten ein weiteres Ansteigen der Opferzahlen.

Im guatemalischen Bezirk Solola wurden bei einem Erdrutsch 25 Häuser begraben. 15 Menschen starben dabei, zehn weitere werden noch vermisst. Weit über 100.000 Bewohner mussten evakuiert werden. Viele Straßen wurden durch herabstürzende Erdmassen blockiert und Brücken beschädigt, dutzende Dörfer haben keinen Zugang zur Außenwelt. Die Regierung in Guatemala-Stadt hat den Notstand ausgerufen, El Salvador und Honduras folgten.

Der Tropensturm „Agatha“, der erste der von Juli bis Dezember dauernden Tropensturmsaison in Zentralamerika, war mit heftigen Wirbelstürmen und Regenfällen über die Region hereingebrochen. Zwar hatte sich der Sturm gestern etwas abgeschwächt, die Lage bleibe laut den Behörden aber weiter kritisch. „Das Glas ist so voll, dass ein einziger Tropfen fatal sein kann“, warnte El Salvadors Präsident Mauricio Funes.

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