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16.09.2012

Griechenland Troika uneins über weiteres Vorgehen

„Griechenland wird zusätzliche Hilfen brauchen.“

Athen – Zwischen der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) gibt es erhebliche Meinungsunterschiede, wie Griechenland im Euro gehalten werden kann. Die Mitglieder der Troika bewerten vor allem die Wachstumsaussichten der griechischen Wirtschaft sehr unterschiedlich, schreibt das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Während die EU-Kommission die Konjunkturentwicklung des angeschlagenen Euro-Landes recht positiv bewertet, malen die Zentralbank und vor allem der IWF ein düsteres Bild. Selbst wenn sich die griechische Regierung auf das neue Sparprogramm in Höhe von 11,5 Milliarden Euro einige, so die IWF-Experten, könne das Land nicht das Ziel erreichen, seinen Schuldenstand bis zum Jahr 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu drücken.

„Griechenland wird zusätzliche Hilfen brauchen, entweder über einen Forderungsverzicht von öffentlichen Gläubigern oder über zusätzliche Kredite zu hoffentlich günstigeren Zinsen“, sagte der stellvertretende IWF-Direktor Thanos Catsambas vergangene Woche dem „Wall Street Journal“; er vertritt auch Griechenland im IWF-Verwaltungsrat.

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