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Über 1.576 Stufen zum Sieg

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07.02.2012

Treppenstufenrennen Über 1.576 Stufen zum Sieg

Deutscher will zum siebten Mal berühmtesten Treppenlauf der Welt gewinnen.

Steinach/New York – Er ist hier bereits seit sechs Jahren unbesiegt: Beim bekanntesten Treppenstufenrennen der Welt, dem Empire State Building Run-Up in New York am 9. Februar, (8. Februar, 20.00 Uhr Ortszeit) will Thomas Dold wieder Erster werden. Der 27-jährige Leichtathlet aus Steinach im Schwarzwald liebt Treppenhäuser. “Die Aussicht fühlt sich ganz anders an, wenn man zu Fuß nach oben gelaufen ist”, sagt er, “man sieht, was man geschafft hat, und oben wartet eine wahnsinnige Aussicht und das ist unbezahlbar schön.”

Mit den 1.576 Stufen des höchsten Gebäudes von New York überwindet Dold auch 320 Höhenmeter, bis er die Plattform auf der 86. Etage erreicht. Dafür braucht er etwa zehn Minuten. Zehn Minuten und sieben Sekunden sind seine persönliche Bestzeit. Den Rekord des Australiers Paul Crake von 9:33 Minuten im Jahr 2003 konnte er noch nicht knacken, aber keiner hat häufiger in der 35-jährigen Geschichte des Laufes gewonnen als der deutsche Diplom-Ökonom. Natürlich sei der sportliche Wettkampf eine Triebfeder, “aber es kann auch Spaß machen, eine Treppe hoch zu rennen”.

Vorzüge für diesen ungewöhnlichen Sport fallen ihm viele ein: “Ein Treppenhaus hat keine Öffnungszeiten, man zahlt keine Mitgliedsgebühr, und wenn man das Geländer hinzunimmt, hat man ein sehr gutes Training für den ganzen Körper”, sagt er. Außerdem gebe es dort kein Glatteis und man könne auch bei eisigem Winterwetter in kurzer Hose laufen, fügt er augenzwinkernd hinzu.

Dold ist Spezialist für ungewöhnliche Disziplinen, hat er doch auch bereits einige Weltrekorde im Rückwärtslaufen aufgestellt und ist vielfacher Weltmeister. Nachdem er vor rund zwei Wochen im brasilianischen Sao Paulo den Sieg beim Lauf “Corrida Vertical” auf den Abril Tower geholt hat, fühlt er sich gut vorbereitet. Nach drei Minuten und einer Sekunde hatte er die 672 Stufen des Hochhauses und 140 Höhenmeter hinter sich gebracht.

An Selbstbewusstsein mangelt es Dold vor der neuen Herausforderung im berühmtesten Hochhaus der Welt nicht. Auch wenn es das verflixte siebte Mal sei, seine Gegner hätten schließlich 2008 ebenso wie im vergangenen Jahr vergeblich versucht, beim Treppenlauf einen Siegerpokal zu ergattern, wenn er am Start stand. “Und bis Mitte 30 habe ich dafür noch einige Jahre Zeit.”

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