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09.12.2010

Transparency International Korruption nimmt weltweit zu

Berlin – Korruption ist ein schwerwiegendes Problem, welches weltweit auftritt und das vor allem vor Parteien und Politikern nicht halt macht, auch nicht in Europa. Das geht aus dem neuen Korruptionsbarometer von „Transparency International“ hervor, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Justiz und Polizei schneiden darin besonders gut ab.

2010 seien aber in mehr als 20 Ländern bedeutend mehr Schmiergelder geflossen als vier Jahre zuvor, heißt es in der Untersuchung. Weltweit flossen die meisten Schmiergelder in Südafrika. Es folgen der Nahe Osten und Nordafrika. Schwerpunkte seien außerdem Afghanistan, Kambodscha, Kamerun, der Irak, Nigaria und die Palästina. Dort habe mehr als die Hälfte der Befragten angegeben, in den vergangenen zwölf Monaten Schmiergeld gezahlt zu haben.

Die Studie zeige, „wie heimtückisch Korruption ist“, erklärte die Vorsitzende der Antikorruptionsorganisation, Huguette Labelle. Korruption sei mit einer Art Steuer vergleichbar, „die benachteiligte und arme Menschen am härtesten trifft“. Die Behörden müssten deshalb weltweit mehr Anstrengungen unternehmen, um das Vertrauen der Bürger in ihre Arbeit aufrechtzuerhalten.

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