Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Toyotas Vizepräsident Uchiyamada sagt Elektroautos keine große Zukunft voraus

© dts Nachrichtenagentur

24.09.2011

Toyota Toyotas Vizepräsident Uchiyamada sagt Elektroautos keine große Zukunft voraus

Berlin – Der Vizepräsident des Automobilherstellers Toyota, Takeshi Uchiyamada, hat der Euphorie für Elektroautos einen deutlichen Dämpfer verpasst: „Ich glaube, dass Autos, die nur eine Batterie antreibt, zwar wichtiger werden. Aber eine nennenswerte Verbreitung werden sie mittelfristig nur in Nischen finden, beispielsweise in Großstädten“, sagte Uchiyamada, der Tageszeitung „Die Welt“ am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt.

Dass Verbrennungsmotoren auf lange Sicht Auslaufmodelle sind, darüber herrscht Einigkeit in der Branche. Es sei absehbar, dass die weltweiten Vorräte an Öl erschöpft sind, gleichzeitig wachse die Zahl der Länder, die einen sprunghaft steigenden Energieverbrauch haben, sagte Uchiyamada. „Wir brauchen also Alternativen zum Öl und damit zum Verbrennungsmotor. Hybrid-Fahrzeuge, also Automobile mit Verbrennungs- und Elektromotor, werden daher in Zukunft eine wichtige Rolle spielen – auch um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.“

Reine Elektroautos seien zwar während der Fahrt absolut emissionsfrei, so der Vizechef von Toyota. „Aber die begrenzte Leistungsfähigkeit der Batterien schränkt die Reichweite stark ein. Und ich sehe nicht, dass es in absehbarer Zeit Batterien geben wird, die auch nur ansatzweise eine Reichweite ermöglichen, die mit einem Auto nach heutigen Standards vergleichbar wäre.“

Toyota, zu Jahresbeginn noch weltweit die Nummer eins der Branche, setzt anders als die deutschen Autobauer vor allem auf Hybrid-Fahrzeuge, speziell auf sogenannte Plug-in-Hybride, also Autos, deren Batterie auch an einer Steckdose geladen werden kann. „Nach unseren Berechnungen leisten diese Fahrzeuge auch einen größeren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes als reine Elektroautos. Deren Wirkung ist aufgrund der begrenzten Reichweite sehr beschränkt, Hybride sind auch auf längeren Strecken einsetzbar – entsprechend größer sind die Effekte bei der Reduzierung des Schadstoffausstoßes“, sagte Takeshi Uchiyamada.

Toyota konzentriere sich auf die Weiterentwicklung der Hybridtechnologie, das sei auch die Basistechnologie für Elektro- und Wasserstoffautos. Wie andere Hersteller, allen voran Daimler, arbeiten auch die Japaner daran, möglichst schnell wasserstoffgetriebene Brennstoffzellenautos auf den Markt zu bringen. „Wir sind technologisch in der Lage, Wasserstoffautomobile, also Fahrzeuge, die mit einer Brennstoffzelle angetrieben werden, in Serie zu fertigen. Aber noch sind die Kosten für diese Autos sehr hoch. Daran arbeiten wir, 2015 wird das erste Brennstoffzellen-Auto von Toyota auf den Markt kommen“, kündigte sagte Takeshi Uchiyamada an.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/toyotas-vizepraesident-uchiyamada-sagt-elektroautos-keine-grosse-zukunft-voraus-28547.html

Weitere Nachrichten

Parlament Griechenland

© Gerard McGovern / CC BY 2.0

Wirtschaftsweiser Athen muss Akzeptanz für Reformen schaffen

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph M. Schmidt, hat die griechische Regierung aufgefordert, endlich zu den nötigen Reformen zu stehen, um die ...

Clemens Fuest 2012 ZEW

© Institut der deutschen Wirtschaft Köln / CC BY 2.0

Agenda 2010 Wirtschaftsweisen-Chef warnt SPD vor Aufweichung

Deutsche Top-Ökonomen haben die SPD davor gewarnt, die Reformagenda 2010 aufzuweichen. "Die Politik sollte sich auch im Wahlkampfmodus erst einmal fragen, ...

Frankfurt IG Metall

© Epizentrum / CC BY 3.0

IG Metall NRW Arbeitsplätze bei Opel in Bochum nicht gefährdet

Die IG Metall in NRW bereitet sich auf den Verkauf von Opel an den französischen Automobilkonzern PSA vor. "Wir müssen intern bewerten, ob der Deal mit PSA ...

Weitere Schlagzeilen