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29.01.2010

Toyotas Panne auch in Europa ein Problem

Tokio/Berlin – Der „Pannenskandal“ des japanischen Autoherstellers Toyota hat nun auch Europa erreicht. Insgesamt 1,8 in Europa verkaufte Fahrzeuge hat der Konzern heute zurückgerufen. Wie auch schon bei der Rückrufaktion in den USA und China ist auch hier die Ursache ein Fehler bei den Gaspedalen der Fahrzeuge. Diese könnten sich verklemmen, die Fahrer könnten in diesem Fall das Gas nicht zurücknehmen und würden so zu einer unfreiwilligen Fahrt unter Vollgas gezwungen. Um welche Modelle, Baureihen und Baujahre es sich genau handelt, werde derzeit noch geprüft. In den USA habe das Problem bereits zu einigen Unfällen geführt. Aufgrund dieser Vorwürfe muss sich der Konzern dort am 25. Februar vor einem Untersuchungsausschuss verantworten.

Darin soll unter anderem geklärt werden, ob und in diesem Fall wie lange Toyota bereits vor dem ersten Auftreten von Komplikationen von der Panne gewusst habe. In Japan fürchtet neben dem Konzern selbst nun auch die Regierung um das Image des weltweit zweitgrößten Autoherstellers. „Der Umfang der Rückrufe ist riesig. Die Situation ist ernst“, sagte Handelsminister Masayuki Naoshima heute. Toyota gibt inzwischen Tipps für das richtige Verhalten bei Problemen mit dem Pedal. So sollten die Fahrer im Notfall den Motor ausschalten, den Schlüssel aber unter keinen Umständen abziehen, um nicht die Lenkradsperre auszulösen. Ob das eigene Auto betroffen ist, könnten Autofahrer herausfinden, indem sie das Gaspedal mit der Hand durchdrücken. Ist dabei ein Rucken zu spüren, sollte man vorsichtshalber eine Autowerkstatt aufsuchen.

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