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Tödlicher Angriff auf Obdachlosen spontane Idee

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27.04.2012

Mord in Ludwigshafen Tödlicher Angriff auf Obdachlosen spontane Idee

31-Jähriger attestiert seinem mutmaßlichem Mittäter äußerste Brutalität.

Frankenthal – Details des tödlichen Angriffs auf einen Obdachlosen hat der 31 Jahre alte Beschuldigte vor dem Landgericht Frankenthal geschildert. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass die spontan beschlossene Attacke mit Schlagstöcken derart brutal verlaufen werde, sagte der Beschuldigte am Freitag. Der Obdachlose habe immer wieder gerufen: „Warum ich?“.

Seinem 23 Jahre alte Mitangeklagten bescheinigte er äußerste Aggressivität: „Ich war erst einmal entsetzt. Ich habe nicht erwartet, dass er eine solche Brutalität an den Tag legen könnte.“ Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, vor fünf Jahren den Obdachlosen in Ludwigshafen ermordet zu haben. Sie sollen ihr auf der Parkbank schlafendes Opfer so schwer misshandelt haben, dass es an massivem Blutverlust nach wenigen Minuten starb. Beide Angeklagten sind geständig.

Jahrelange Suche nach den Tätern

Das Opfer, ein 50-jähriger polnischer Staatsangehöriger, erlitt 21 offene Kopfverletzungen, einen Schädelbasisbruch und 20 Stichverletzungen. Außerdem wurde durch einen Messerstich die Halsschlagader vollständig durchtrennt. Eine 14-köpfige Sonderkommission hatte jahrelang vergeblich nach den Tätern gesucht. Im vergangenen Sommer stellte sich schließlich einer der Tatverdächtigen der Polizei und nannte auch den Namen des zweiten mutmaßlichen Täters.

Der Staatsanwaltschaft zufolge haben sich die beiden Männer im Juni 2007 nach dem Konsum von Alkohol dazu entschlossen, einen Menschen „aufzumischen“. Bewaffnet mit zwei Teleskopschlagstöcken, einer Luftdruckwaffe und einem Messer seien sie auf einen Platz in Ludwigshafen gegangen, der häufig von Obdachlosen besucht wird. Dort hätten sie beschlossen, einen auf der Parkbank schlafenden Mann zu töten.

Zuerst hätten sie mit einem Ast, dann mit den Schlagstöcken auf das sich heftig wehrende Opfer eingeschlagen. Schließlich habe der jüngere der beiden Täter auf den Obdachlosen eingestochen, während der Ältere mit der Luftdruckwaffe auf ihn geschossen habe, hieß es zum Prozessauftakt in der vergangenen Woche.

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