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01.07.2010

Tibeter Schnellste evolutionäre Entwicklung aller Menschen

Lhasa – Die heutigen Bewohner Tibets haben die schnellste bisher entdeckte evolutionäre Entwicklung der Menschheit durchlebt. Nur rund 2.750 Jahre haben die Tibeter einer Studie der University of California zufolge benötigt, um sich dank des EPAS1-Gens an die Höhenbedingung und den niedrigen Sauerstoffanteil in der Luft ihrer Heimat anzupassen. Eines der EPAS1-Allele, dass bei den genetisch nah verwandten Han-Chinesen nur in neun Prozent der Bevölkerung auftritt, ist bei 87 Prozent der Tibeter auffindbar.

„Es hat nur ein paar hundert Generationen gebraucht, die Häufigkeit der Allele zu verändern. Das passiert nur, wenn sehr viele Leute sterben“, so Rasmus Nielsen, ein Evolutionsbiologe der University of California in Berkeley. Das mutierte Gen wird als Grund angesehen, dass die Tibeter trotz einer geringeren Hämoglobin-Produktion in den extremen Höhen keine Schäden davon tragen. Der bisherige Rekord für die schnellste evolutionäre Entwicklung war im Genpool Nordeuropas gefunden worden, wo sich in etwa 7.500 Jahren die Laktose-Toleranz entwickelt hat.

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