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21.06.2011

ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef für Beteiligung privater Gläubiger am Griechenland-Rettungspaket

Essen – ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme hat sich für die Beteiligung privater Gläubiger am Rettungspaket für Griechenland ausgesprochen. Der „Bild-Zeitung“ sagte Cromme: „Es kann nicht sein, dass Gewinne privatisiert werden und Verluste auf den Steuerzahler abgewälzt werden. Deshalb ist eine Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung Griechenland aus meiner Sicht grundsätzlich richtig.“ Es müsse jedoch verhindert werden, „dass aufgrund eines Vertrauensverlustes eine Abkehr privater Gläubiger von Staatsanleihen aus bestimmten Ländern einsetzt.“

Zwar hätte Griechenland „damals sicher nicht in die Eurozone aufgenommen werden dürfen“, so Cromme. Doch die Rettung Griechenlands werde „trotz allem weniger kosten als ein Scheitern des Euros“, so der Aufsichtsratschef. „Würden wir jetzt Griechenland fallen lassen, könnte niemand die Konsequenzen und die Reaktionen auf den Finanzmärkten absehen.“

In einer am Dienstag erscheinenden Zeitungsanzeige spricht sich der ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef zusammen mit führenden Managern aus rund 50 weiteren Unternehmen dafür aus, den Euro weiter zu stärken. Cromme: „Wir wissen, was wir am Euro haben. Seit es den Euro gibt, sind in der Eurozone dank der Währungsstabilität fast 9 Millionen Jobs neu entstanden.“ Gerade Deutschland habe „vom Euro besonders profitiert. Wir sind besser als jedes andere Industrieland aus der jüngsten Wirtschaftskrise herausgekommen, nicht zuletzt dank des Euro.“

Den Appell zur Stärkung des Euro hätten er und seine Mitunterzeichner „aus Verantwortung für mehr als fünf Millionen Beschäftigte in unseren Unternehmen“ initiiert, so Cromme: „Wir wollen zum EU-Gipfel diese Woche bewusst ein Zeichen setzen: Gerade jetzt brauchen wir den Euro!“

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